Defensive Stabilität

Trainer Maik Machulla erwartet mit der SG Flensburg-Handewitt beim dänischen Meister Aalborg Håndbold einen heißen Tanz in der Königsklasse und wünscht sich mehr Stabilität in der Abwehr.

SG-Trainer Maik Machulla (2.v.l.) freut sich auf die Duelle gegen Aalborg Håndbold in der Champions League.
SG-Trainer Maik Machulla (2.v.l.) freut sich auf die Duelle gegen Aalborg Håndbold in der Champions League. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Ein ungewohntes Gefühl stellte sich am Dienstag im Training bei den Handballern der SG Flensburg-Handewitt ein, denn der Ball war ein anderer als bei Bundesligaspielen. Die Vorbereitung auf das Viertelfinalhinspiel in der Champions League gegen Aalborg Håndbold am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) wurde eingeläutet und damit auch mit einem anderen Spielgerät trainiert.

An Vorfreude fehlt es SG-Trainer Maik Machulla vor dem Duell mit dem dänischen Meister nicht, wenngleich auch der Respekt vor den Nordjüten groß ist.

Vor ein paar Jahren wären wir sicherlich der klare Favorit gewesen, aber das hat sich geändert. Aalborg kommt immer näher heran und es ist für mich ein Duell auf Augenhöhe.

Maik Machulla, SG Flensburg-Handewitt

»Ich freue mich auf die Champions League. Jetzt haben wir zwei richtig geile Spiele vor uns gegen eine richtige Top-Mannschaft. Einfach ein wenig raus aus dem Ligaalltag«, so Machulla, der sehr auf ein deutsch-dänisches Handballfest gehofft hat.

»Das sind besondere Spiele gerade durch die Beziehungen, die wir nach Dänemark pflegen. Extrem bitter, dass immer noch keine Zuschauer zugelassen sind«, so der SG-Trainer.

Abwehr im Fokus

Um gegen Aalborg zu bestehen, muss der Tabellenzweite der Bundesliga an seine Leistungsgrenze gehen, ist sich Machulla sicher. Dafür muss aber das eigentliche Prunkstück, die Abwehr, wieder zu mehr Stabilität finden. Ein Schlüssel auch für den SG-Trainer.

»Die Abwehr ist der Punkt, wo wir Möglichkeiten haben, zuzulegen. Eigentlich hatten wir in der Abwehr unsere größte Stärke und Sicherheit, aber die haben wir in den letzten Spielen etwas verloren. Da müssen wir aggressiver und gemeinschaftlicher verteidigen«, so Machulla, der seine Defensive gegen Aalborg auf eine weitere Herausforderung vorbereitet hat: »Wir müssen uns darauf einstellen, dass Aalborg auch viel im sieben gegen sechs spielen wird. Das zeichnet sie aus und das mussten wir klären, wie wir das lösen wollen. Dass Wetzlar im letzten Spiel ebenfalls im sieben gegen sechs gespielt hat, hilft uns. Da konnten wir schon einige Situationen unter Wettkampfbedingungen erleben.«

Tempospiel erwartet

Dass der dänische Meister auch gegen die vermeintlich Großen in der Königsklasse eine gute Figur abgeben kann, hat Aalborg nicht nur mehrfach in der laufenden Saison gezeigt. In der vergangenen Spielzeit musste dies auch die SG Flensburg-Handewitt schmerzlich erfahren - mit zwei Niederlagen (28:31/29:32) in der Gruppenphase. Entsprechend gewarnt ist Maik Machulla.

»Vor ein paar Jahren wären wir sicherlich der klare Favorit gewesen, aber das hat sich geändert. Aalborg kommt immer näher heran und es ist für mich ein Duell auf Augenhöhe. Aalborg war schon in den Duellen in der vergangenen Saison richtig gut. Die Neuen haben eingeschlagen und der Rest ist viel stabiler geworden«, so der SG-Trainer, der neben der Abwehr noch zwei weitere wichtige Punkte für einen Erfolg ausgemacht hat:

»Wir werden im Angriff eine hohe Effektivität brauchen und müssen auf den Ball aufpassen. Aalborg rennt wie die Hasen und unser Rückzug muss stimmen. Wir sollten Aalborg nicht ins Laufen kommen lassen«, so Machulla mahnend.

Glücklicherweise kann der SG-Trainer auf den gleichen Kader wie zuletzt zurückgreifen. Denn eines ist für Maik Machulla ganz klar: »Wir wollen beide Spiele gewinnen und werden das auch so angehen!«

11 maj 2021, 17:20
Timo Fleth
tif@fla.de