UPDATE: Gottfridsson & Co lösen EM-Ticket

Schwedens Handballer mit Jim Gottfridsson und Hampus Wanne von der SG Flensburg-Handewitt haben Rumänien souverän mit 31:23 geschlagen und sich vorzeitig für die Europameisterschaft qualifiziert. Norwegen erarbeitet sich gegen Lettland einen 28:23-Sieg.

Die Freude bei Schwedens Handballern war nach der gesicherten Qualifikation groß.
Die Freude bei Schwedens Handballern war nach der gesicherten Qualifikation groß. Foto: Tobias Karlsson

Timo Fleth

tif@fla.de

28. apr 2021, 18:49 d. 28. apr 2021, 18:49 kl. 28. apr 2021, 18:49

Sibiu. Ein souveräner 31:23-Sieg gegen Rumänien sicherte den schwedischen Handballern vorzeitig Platz eins in der Gruppe 8 und die Qualifikation zur Europameisterschaft 2022 in Ungarn und der Slowakei. Dabei zeichnete sich Jim Gottfridsson einmal mehr als großer Taktgeber aus und steuerte zwei Tore bei. Vereinskollege Hampus Wanne traf fünf Mal.

Dabei brauchte das Ensemble vom ehemaligen Spielmacher der SG Flensburg-Handewitt und jetzige Trainer der Schweden, Glenn Solberg, eine Viertelstunde, um in die Partie zu finden. Doch bereits vor der Pause drückten die Skandinavier auf das Tempo. Der Lohn war eine 14:7-Führung nach der ersten Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel machte Schweden den Klassenunterschied deutlich und lies am Sieger keinen Zweifel aufkommen. Dass es am Ende nur ein 31:23-Sieg wurde, lag einzig und allein an der Mannschaft von Glenn Solberg, die etwas Tempo heraus nahm. Auch den Wechseln geschuldet, die den Spielrhythmus störten.

Das Duo der SG bekam so aber auch die notwendigen Pausen, stehen doch noch die Partien gegen Montenegro (am Freitag) und gegen den Kosovo (Sonntag) an. 

Norwegen musste kämpfen

Norwegen hat mit dem Quartett der SG Flensburg-Handewitt einen Weiteren Schritt in Richtung der Europameisterschaft genommen. Beim 28:23-Sieg steuerten Magnus Jøndal fünf Tore und Gøran Søgard Johannessen drei Treffer bei. Magnus Rød kam erst in der Schlussphase der Partie und da vornehmlich in der Abwehr zum Einsatz. Torhüter Torbjørn Bergerud hatte keinen einfachen Stand, biss sich aber in die Partie.

Die Norweger kamen nur schwer in Tritt gegen robuste Gastgeber. Gerade in der Defensive fand die Abwehr der Skandinavier nicht die richtige Balance. Immer wieder eröffnete sich Räume am Kreis, was die Letten zu nutzen wussten. So räumte SG-Keeper Torbjørn Bergerud bereits zur Mitte der ersten Halbzeit seinen Platz im Tor, kam aber zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder.

In der Offensive haperte es zudem im Abschluss. Immer wieder scheiterten die Gäste an Torhüter Artur Kugis, der ein entscheidender Faktor war, dass es nur zu einer knappen 14:13-Führung für Norwegen zur Pause reichte. 

Einfacher wurde es auch im zweiten Durchgang über weite Strecken nicht. Erst in der Schlussviertelstunde, als die Kraft der Letten nachließ, wurde der Abstand größer.

Am Ende fuhr Norwegen einen verdienten, aber hart erarbeiteten 28:23-Sieg ein. Weiter geht es für die Skandinavier, die noch um Platz eins in der Qualifikationsgruppe kämpfen müssen, bereits am Donnerstag, wenn die zweite Partie gegen Lettland ansteht.