Achterbahnfahrt nähert sich dem Ende

Die SG Flensburg-Handewitt kann aufatmen. Der Corona-Befund eines SG-Nationalspielers am vergangenen Donnerstag hat sich als falsch positiv erwiesen. Das Training wird am Montag wieder aufgenommen.

Die SG Flensburg-Handewitt nähert sich allmählich wieder voller Mannschaftsstärke.
Die SG Flensburg-Handewitt nähert sich allmählich wieder voller Mannschaftsstärke. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Die Achterbahnfahrt außerhalb des Spielfeldes bei den Handballern der SG Flensburg-Handewitt geht weiter, scheint sich aber einem guten Ende zu nähern. 

Nachdem zu Wochenbeginn Lasse Møller positiv auf Corona getestet wurde und am Donnerstag ein weiterer positiver Befund eines Nationalspielers der SG positiv war, musste die Mannschaft zunächst komplett in häusliche Isolation. Diese wurde aber schon am Sonnabend für alle Spieler außerhalb der Trainingsgruppe des positiv getesteten Spielers wieder aufgehoben. Nun wurde aber auch die vom Gesundheitsamt Flensburg angeordnete Quarantäne gegen den Spieler und seine Trainingsgruppe aufgehoben. Der Testbefund hat sich als falsch positiv herausgestellt und die SG kann somit am Montag wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Zunächst allerdings mit individuellem Training.

Nach dem positiven Testergebnis von Lasse Møller am Montag bleiben auch weiterhin die dänischen Nationalspieler Simon Hald und Mads Mensah Larsen in häuslicher Quarantäne. Die gesamte Mannschaft, Trainerteam und Staff unterziehen sich weiterhin engmaschigen PCR-Testungen.

Für SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke sind das endlich auch wieder einmal gute Nachrichten. Entsprechend glücklich zeigt sich Schmäschke.

»Die Behörden haben uns bestätigt, dass wir alles richtig gemacht haben. Alle weiteren Testungen ergaben ausschließlich negative Ergebnisse, daher ist von einem falsch-positiven Testbefund auszugehen. Das kann durchaus passieren. Bei den derzeit steigenden Zahlen der  Coron-Infizierungen ist in jedem Fall Vorsicht geboten. Wir sind nun aber froh und erleichtert, dass wir wieder trainieren können, wenn auch vorerst individuell. An der Stelle möchte ich mich für die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren zuständigen Behörden bedanken«, so Dierk Schmäschke.

SG-Trainer Maik Machulla hatte nach dem ersten positiven Test von Lasse Møller am vergangenen Montag zur Eindämmung des Risikos auf Training in Kleingruppen umgestellt. Ein Schachzug, der sich ausgezahlt hat.

Der Lehrgang der dänischen Nationalmannschaft mit den zwei Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft gegen Nordmazedonien hat sich im Nachgang als Infektionsverteiler erwiesen. So sind neben Flensburgs Lasse Møller auch Hans Lindberg und Jacob Holm von den Füchsen Berlin und Henrik Møllgaard von Aalborg Håndbold positiv getestet. Zudem traf es auch den Nordmazedonier Filip Mirkulovski von der HSG Wetzlar. Weder die Füchse noch die HSG Wetzlar mussten ihre Bundesligapartien unter der Woche absagen, da sich die betroffenen Spieler nicht im Kontakt mit der Mannschaft befunden haben.

Mit der Entscheidung des Gesundheitsamtes Flensburg dürfte auch dem Nord-Derby in der Bundesliga am kommenden Sonnabend gegen den THW Kiel nichts mehr im Wege stehen. Noch bleibt eine Woche, auch wenn die Situation in der vergangenen Woche für die SG Flensburg-Handewitt nicht optimal war.

21 mar 2021, 13:21
Timo Fleth
tif@fla.de