Coronafall sorgt für Spielabsage

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt werden am Mittwoch nicht wie geplant in der Bundesliga gegen den Bergischen HC spielen. Ein SG-Akteur wurde nach der Länderspielwoche positiv auf Corona getestet. 

Für Trainer Maik Machulla und die SG Flensburg-Handewitt läuft es derzeit nicht wie geplant.
Für Trainer Maik Machulla und die SG Flensburg-Handewitt läuft es derzeit nicht wie geplant. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Vier Spieler musste der Bergische HC für Lehrgänge und Länderspiele in der vergangenen Woche abstellen. Das wäre durchaus ein Vorteil gewesen, wenn man darauf schaut, dass die SG Flensburg-Handewitt vor dem ursprünglich geplanten Bundesligaspiel am Mittwoch in der Flens-Arena insgesamt elf solcher Akteure hat, wenn man den vorzeitig verletzt zurückgekehrten Lasse Møller und Hampus Wanne, der aus persönlichen Gründen vorzeitig vom Lehrgang abreiste, mitzählt. Bei vielleicht etwas mehr als einem gemeinsamen Training vor dem Spiel, wäre das keine Wunschausgangslage gewesen. Nun findet die Partie aber gar nicht statt.

Bei der obligatorischen Corona-Testung am Montag nach der Rückkehr der Spieler von den Nationalmannschaftslehrgängen, ist ein Spieler der SG positiv auf Corona getestet worden, teilte die SG mit. Die Partie gegen den Bergischen HC wurde daher nach genauer Prüfung des Gesundheitsamtes in Flensburg abgesagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Alle Mitarbeiter und Spieler der SG unterziehen sich weiteren PCR-Testungen, um sicherzustellen, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelt. Alle weiteren Maßnahmen werden dann von den zuständigen Behörden entschieden. Wie es in der Folge um die Bundesligapartie am kommenden Sonnabend bei der MT Melsungen bestellt ist, ist derzeit noch offen und hängt von den weiteren Testungen und der Entscheidung des Gesundheitsamtes ab. Einen Kommentar gab es zunächst weder von SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke noch Trainer Maik Machulla. Der Verein teilte mit, »dass man die Maßnahmen des Gesundheitsamtes abwartet«. Noch gibt es die Hoffnung, dass es sich bei dem positiv getesteten um einen Einzelfall handelt. Da alle Spieler bei ihrer Rückkehr individuell zum Test erscheinen sind und das Training erst ohne Befund wieder aufgenommen worden werden darf.

Damit sind die Flensburger erneut nach Nationalmannschaftsmaßnahmen von einem Coronafall betroffen. Nach der Weltmeisterschaft im Januar hatte Kreisläufer Johannes Golla sich das Virus eingefangen und musste in Quarantäne. Zudem gab es noch vor der Rückkehr zum eigentlich geplanten Trainingsauftakt einen positiven Fall im Umfeld. Im vergangenen Jahr, Anfang November, waren mehrere Mannschaften in der Bundesliga nach Nationalmannschaftsreisen von positiven Fällen betroffen. Die Folge waren etliche Spielausfälle, die in einem dichtgedrängten Spielkalender nachgeholt werden mussten. Gleiches könnte der SG Flensburg-Handewitt auch jetzt drohen. 

SG-Trainer Maik Machulla steht damit erneut in einer Situation, die er selbst nicht zu verantworten hat. Bereits nach dem positiven Corona-Test von Johannes Golla im Januar hatte Machulla klar und deutlich seine Meinung gesagt: »Was mir am meisten auf den Sack geht, ist, dass wir etwas ausbaden, was wir nicht zu verantworten haben. Das stört mich extrem. Ich möchte gerne Verantwortung übernehmen, für etwas was ich selber fabriziert habe. So bekommen wir Johannes von einer Weltmeisterschaft wieder und er fehlt uns jetzt. Da sind wir erneut die Leidtragenden«, sagte Machulla im Februar zu den Corona-Fällen im Nachgang der Nationalmannschaftsmaßnahmen. 

16 mar 2021, 13:40
Timo Fleth
tif@fla.de