Glückliche zwei Punkte

Die SG Flensburg-Handewitt hat gegen den TSV GWD Minden das Glück des Tüchtigen gebraucht, um am Ende ein weiteren Sieg einzufahren.

Jim Gottfridsson hatte einmal mehr die Fäden des SG-Spiels in der Hand.
Jim Gottfridsson hatte einmal mehr die Fäden des SG-Spiels in der Hand. Foto: Sven Geißler

Lübbecke. Die SG Flensburg-Handewitt hat nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gegen den TSV GWD Minden die Tür nochmals richtig aufgemacht. Am Ende stand ein 29:28-Sieg, der nur Zustande kommen konnte, weil die Flensburger mehr individuelle Klasse und auch das nötige Quentchen Glück hatte. An die herausragende Leistung aus der Champions League gegen Vive Kielce am vergangenen Donnerstag konnte die SG Flensburg-Handewitt in jedem Fall nicht anknüpfen. Am Ende zählen jedoch die zwei Punkte und die konnte sich die SG sichern.

»Wir haben am Ende auch Glück gehabt. Insgesamt haben wir zu viel liegengelassen und auch Benjamin Buric hat dann nichts mehr zu fassen bekommen. Dass Minden über den Kampf kommt, war klar«, so SG-Trainer Maik Machulla.

SG-Trainer Maik Machulla setzte in der Bundesliga auf die gleiche Startaufstellung, wie am vergangenen Donnerstag in der Champions League bei Vive Kielce. So starteten Benjamin Buric, Hampus Wanne, Gøran Søgard Johannessen, Jim Gottfridsson, Magnus Rød, Johannes Golla und Lasse Svan, der seine Blessur aus dem Kielce-Spiel überwunden hatte. Den Abwehrpart von Gøran Søgard Johannessen übernahm Simon Hald.

Eigentlich kam die SG gut in die Partie gegen den TSV GWD Minden, aber zunächst haperte es an der Chancenverwertung. Alleine in einer frühen Überzahl scheiterten Johannes Golla und Hampus Wanne an GWD-Keeper Malte Semisch. Hinzu kam ein technischer Fehler und die Gäste mussten schnell einem 1:4-Rückstand hinterherlaufen. 

Flensburg wäre allerdings in dieser Saison nicht Flensburg, wenn man nicht die Ruhe behalten würde. So arbeitete sich die SG bis zur Mitte der ersten Halbzeit beim 7:7 zurück auf Augenhöhe. Dabei hilfreich Torhüter Benjamin Buric der gemeinsam mit der beweglichen Abwehr einige Bälle entschärfen konnte. Im Angriff nahm Spielmacher Jim Gottfridsson zudem mehr und mehr die Fäden in die Hand und verschaffte seinen Mitspielern gute Wurfsituationen. Zum Absetzen reichte es aber zunächst nicht.

Mit steigender Fehlerzahl der Heimmannschaft schaffte es die SG Flensburg-Handewitt aber sich etwas Luft zu verschaffen. Entweder gab es den Platz am Kreis oder in der Breite, was Magnus Rød dankbar nutzte. Die 16:11-Führung zur Pause war mit der weiterhin verlässlichen Defensive verdient.

Den besseren Beginn in die zweite Halbzeit erwischte der TSV GWD Minden. Torhüter Semisch tischte gleich mit drei Paraden auf und im Angriff zeigte sich der gebürtige Flensburger Juri Knorr in Wurflaune. Zudem fand die SG zunächst nicht richtig in die Spur und  lief sich ein ums andere Mal in der GWD-Deckung fest. Der Vorsprung schmolz bis auf einen Treffer (19:18/41.) und die Partie war wieder offen.

Die SG fand immer weniger Lösungen und auch in der Deckung kaum noch den richtigen Zugriff. Zudem fanden immer mehr Entscheidungen der Unparteiischen wenig Anklang bei den Gästen. Minden nahm die Geschenke an und konnte bis in die Schlussphase immer vorlegen. 

Zwei Minuten vor dem Ende war es Hampus Wanne vorbehalten die Flensburger beim 28:27 wieder in Führung zu bringen. Spielerisch war kaum noch eine klare Linie sichtbar, denn Kampf war Trumpf und die SG nahm ihn an.

Am Ende war es Gøran Søgard Johannessen, der den 29:28-Endstand erzielen konnte. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit hat sich die SG allerdings sich selbst das Leben schwer gemacht. Der Zugriff im Angriff ging der SG vollkommen ab und am Ende war es eine Mischung aus individueller Klasse und Glück, die den Erfolg sicherte. Schlussendlich ist es aber der, der zählt.

7 mar 2021, 15:11
Timo Fleth
tif@fla.de

TSV GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt 28:29 (11:16)

Statistik

TSV GWD Minden: Lichtlein, Semisch - Ritterbach 4, Richtzenhain 1, Rambo 6, Korte, Thiele 3, Janke, Schluroff 1, Padshyvalau, Strakeljahn, Knorr 5/1, Pehlivan 5, Staar 1, Gulliksen 2.

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Golla 5, Hald, Svan 4, Wanne 9/4, Jøndal, Steinhauser, Mensah Larsen 1, Søgard Johannessen 3, Gottfridsson 4, Holpert, Møller, Rød 3. 

Zeitstrafen: 6:1.

Siebenmeter: 1:5.

Schiedsrichter: David Hannes/ Christian Hannes.

Zuschauer: -.