Glücklicher Punkt

Die SG Flensburg-Handewitt musste sich gegen den TBV Lemgo beim 27:27-Remis mit einem Punkt begnügen.

In der ersten Halbzeit kam Jim Gottfridsson nur selten gegen die gute Lemgoer Deckung so frei zum Wurf.
In der ersten Halbzeit kam Jim Gottfridsson nur selten gegen die gute Lemgoer Deckung so frei zum Wurf. Foto: Tim Riediger

Timo Fleth

tif@fla.de

21. feb 2021, 17:38 d. 21. feb 2021, 17:38 kl. 21. feb 2021, 17:38

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt ist haarscharf an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Gegen den TBV Lemgo fand die Heimmannschaft zu keinem Zeitpunkt ernsthaft ins Spiel und musste sich so am Ende glücklich schätzen beim 27:27 zumindest einen Punkt geholt zu haben. Ein Angriffsspiel ohne Esprit und den gewohnten Zug zum Tor, sowie Torhüter, die kaum einen Ball halten konnten, waren dafür ausschlaggebend. Die Serie von 44 Heimspielen ohne Punktverlust in der Liga ist damit beendet. 

SG-Trainer Maik Machulla hat seine Startaufstellung für die Partie gegen TBV Lemgo durcheinander gewürfelt. So startete Torbjørn Bergerud im Tor und im Feld durften zunächst Magnus Jøndal, Mads Mensah Larsen, Jim Gottfridsson, Magnus Rød, Marius Steinhauser und Johannes Golla ran. In der Abwehr nahm Mads Mensah Larsen auf der Bank platz und Simon Hald übernahm die Aufgabe im Mittelblock.

Die Abwehr der Flensburger funktionierte von Beginn an, der Angriff hingegen zunächst nicht. Egal ob Magnus Jøndal gleich zwei Mal in Folge von Außen oder Jim Gottfridsson, dem sowohl ein Pass an den Kreis und ein technischer Fehler im Rückraum unterliefen. Es stimmte noch nicht im Timing und der Abstimmung. Die Gäste hingegen blieben geduldig und konnten Dank der SG-Fehler die Partie bis zur Mitte der ersten Halbzeit offen gestalten. Größter Nutznießer war dabei Rechtsaußen Lukas Zerbe, der alleine im ersten Durchgang so auf fünf Treffer kam. 

Noch vor der Pause kassierte Johannes Golla bereits seine zweite Zeitstrafe. Die Deckung blieb aber bis zur Pause nicht das SG-Problem. Der Zug zun Tor, der die SG zuletzt so ausgezeichnet hat, fand in der ersten Halbzeit gegen den TBV Lemgo nicht statt. Die 14:12-Führung zur Pause war so fast ein wenig schmeichelhaft.

Nachdem sich die Gäste auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht abschütteln ließen, stellte Machulla die Abwehr um. Gøran Søgard Johannessen spielte auf der Spitze und machte es den Gästen schwerer. Allerdings glückte es dem TBV selbst mit drohendem Zeitspiel immer noch einen Treffer zu erzielen. Weder Buric noch Bergerud im Flensburger Tor hatten bis dahin viele Bälle angefasst. So blieb es auf dem Feld und vom Ergebnis her ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Gäste, angeführt vom ehemaligen Flensburger Dani Baijens, erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnten. Es drohte die erste Niederlage in der Bundesliga seit über vier Monaten.

Die Gäste blieben mutig und spielten trotz Führung im Angriff nun sieben gegen sechs. Die sich bietenden Möglichkeiten nutzte der TBV. Flensburg lief hinterher, stemmte sich aber gegen die Niederlage, wobei gerade Mads Mensah Larsen nun merklich mehr Zug zum Tor hatte. Der Kampfgeist war endlich geweckt.

Am Ende konnte Mads Mensah mit einem fulminanten Unterhandwurf zum 27:27-Ausgleich treffen. Sieben Sekunden blieben dem TBV aber noch, doch die Abwehr hielt stand und die SG konnte sich so zumindest noch einen Punkt retten.

Den Ausrutscher des THW Kiel, der gegen den SC Magdeburg nach gerade überstandener Quarantäne nicht über ein 24:24-Remis hinaus kam, konnte die SG somit nicht nutzen. Am Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN) haben die Flensburger aber bereits die Möglichkeit ihr anderes Gesicht zu zeigen. In der Champions League kommt Paris Saint-Germain HB in die Flens-Arena, vorausgesetzt Corona- und Quarantänesituation lassen es zu.

SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo 27:27 (14:12)

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Golla 6, Hald 1, Svan 1, Wanne 1/1, Jøndal 1, Steinhauser 2, Mensah Larsen 4, Søgard Johannessen 1, Gottfridsson 4, Holpert, Møller, Rød 6.

TBV Lemgo: van den Beucken, Johannesson - Elisson 5/3, Kogut, Simak, Carlsbogard 6, Schagen, Timm 1, Hangstein 2, Zerbe 7, G. Guardiola 2, Blaauw, Geis, Baijens 4.

Zeitstrafen: 2:2.

Siebenmeter: 1:3.

Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski.

Zuschauer: -.