Mit Respekt ins Spitzenspiel

Die SG Flensburg-Handewitt bestreitet am Donnerstag beim starken Tabellenzweiten Füchse Berlin die kurzfristig angesetzte Nachholpartie in der Bundesliga.

SG-Trainer Maik Machulla hofft, dass Simon Hald (l.) den Flensburgern nach überstandener Erkrankung in Berlin wieder helfen kann.
SG-Trainer Maik Machulla hofft, dass Simon Hald (l.) den Flensburgern nach überstandener Erkrankung in Berlin wieder helfen kann. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Eigentlich hätte es die Bundesliga-Partie zwischen den Handballern der Füchse Berlin und der SG Flensburg-Handewitt bereits am 15. November des vergangenen Jahres geben sollen. Doch Coronainfektionen bei den Berlinern nach den Länderspielreisen machten damals einen Strich durch die Rechnung. Nun geht es also am Donnerstag (19 Uhr/Sky) in Berlin um die Punkte, die es bereits am achten Spieltag hätte geben sollen.

SG-Trainer Maik Machulla zeigt sich dabei dankbar, dass die Füchse der Partie so kurzfristig zugestimmt haben. Zum einen haben die Füchse in der Europa League noch am Dienstag gegen USAM Nimes Gard gespielt und die Flensburger hätten eigentlich Donnerstag in der Champions League beim FC Porto antreten sollen. Die Quarantäneregelungen machten dies jedoch unmöglich (wir berichteten) und die SG hatte einen Termin für ein Nachholspiel frei.

Dankbarkeit

»Wir wollen spielen und die ausgefallenen Partien auch möglichst schnell nachholen. Ich bin froh und dankbar, dass Berlin dem Spiel zugestimmt hat«, so Machulla, der es den Füchsen hoch anrechnet, dass sie so kurz nach dem Spiel in der Europa League wieder antreten.

Wir wollen spielen und die ausgefallenen Partien auch möglichst schnell nachholen.

Maik Machulla, SG Flensburg-Handewitt

Der SG-Trainer hat großen Respekt vor den hervorragend besetzten Berlinern und erwartet alles andere als einen leichten Gang in der Hauptstadt.

»Das ist schon ein außergewöhnlicher Kader, den Jaron Siewert da zur Verfügung hat. Deswegen haben die Füchse auch zu Recht sehr hohe Ansprüche. Die Trauben hängen in Berlin sehr hoch. Da müssen wir gerade in der Abwehr taktisch sehr variabel agieren«, so Machulla anerkennend: »Die Füchse sind mittlerweile wirklich auf jeder Position doppelt gut besetzt und derzeit auch verletzungsfrei. Jaron Siewert rotiert viel, auch in den unterschiedlichen Wettbewerben, und ermöglicht so allen Einsatzzeiten. Das bedeutet, dass jeder integriert, aber gleichzeitig auch frisch genug ist.«


Der dänische Weltmeister Lasse Andersson (l.) hat dem Spiel der Füchse Berlin zu noch mehr Qualität verholfen. - Foto: dpa

Duell der Weltmeister

Nicht nur die SG Flensburg-Handewitt hat mit Lasse Svan, Mads Mensah Larsen und Simon Hald frischgebackene dänische Weltmeister im Team, auch die Füchse haben mit Jacob Holm und Lasse Andersson zwei. Nicht allein, aber auch deshalb schätzt Maik Machulla die Berliner, die derzeit Platz zwei in der Bundesliga einnehmen, äußerst stark ein.

»Jacob Holm hat immer besser in der Bundesliga Fuß gefasst und gezeigt, dass er ein wichtiger Bestandteil für die Berliner ist. Zudem ist da mit Lasse Anderson jemand, der über starke spielerische Fähigkeiten verfügt und einen guten Wurf hat«, so Machulla, der dann auch direkt noch Fabian Wiede als spielerisch zu den stärksten Rückraumrechten in der Liga aufzählt. Dass die Defensive der Füchse zudem zu den physisch wohl furchteinflößendsten der Liga gehört, tut sein Übriges.

Inwieweit Machulla aber alle seine dänischen Weltmeister zur Verfügung haben wird, stand nach dem Abschlusstraining noch nicht ganz fest.

»Wir müssen bereit sein, 100 Prozent in dieses Spiel zu investieren.

Maik Machulla, SG Flensburg-Handewitt

»Wir müssen bereit sein, 100 Prozent in dieses Spiel zu investieren. Dabei hoffe ich, dass Simon Hald uns wieder etwas helfen kann. Er hat noch nicht wieder mit der Mannschaft trainiert. Bei Lasse Svan müssen wir schauen, ob er spielen kann. Im Abschlusstraining konnte er nicht voll mitmachen«, so der SG-Trainer, der damit eine ähnliche Besetzung wie zuletzt in Hannover zur Verfügung haben wird.

Bange machen gilt aber nicht für Maik Machulla, denn: »Wir werden erneut versuchen, über 60 Minuten unseren allerbesten Handball zu spielen. Das haben wir in den vergangenen Wochen geschafft und einen guten Start in den Februar hingelegt.«

18 feb 2021, 8:18
Timo Fleth
tif@fla.de