Kreativität gefordert

Die SG Flensburg-Handewitt muss vor dem Champions-League-Spiel gegen den HC Meshkov Brest erneut mit personellen Rückschlägen klarkommen. Trainer Maik Machulla muss einmal mehr erfinderisch sein.

Lasse Møller steht der SG Flensburg-Handewitt nach seiner Handverletzung zu Saisonbeginn voraussichtlich wieder zur Verfügung.
Lasse Møller steht der SG Flensburg-Handewitt nach seiner Handverletzung zu Saisonbeginn voraussichtlich wieder zur Verfügung. Archivfoto

Maik Machulla, træner for SG Flensburg-Handewitts håndboldspillere, bliver påny nødt til at være kreativ. Til kampen mod HC Meshkov Brest i Champions League har han med den nykårede danske verdensmester Simon Hald kun en naturlig stregspiller og midterblokspiller til rådighed.

Flensburg. Am Donnerstag um 8.30 Uhr soll der Flieger mit den Spielern der SG Flensburg-Handewitt vom Flughafen in Sønderborg abheben und damit den Start in die Restsaison einläuten. Für die Flensburger geht es auf einen Tagestrip zum Nachholspiel in der Champions League nach Weißrussland zum HC Meshkov Brest (18.45 Uhr/DAZN). Das Ganze nur vier Tage nach dem Finale der Weltmeisterschaft in Ägypten mit Beteiligung von fünf SG-Spielern und einem gemeinsamen Abschlusstraining in Flensburg. Ein Ritt auf der Rasierklinge könnte man meinen, für SG-Trainer Maik Machulla dennoch kein Grund, groß zu Klagen.

Nicht optimal

»Dieses eine Spiel ist alles andere als optimal. Aber ich will das gar nicht so an die große Glocke hängen«, so Machulla, dem dabei aber sehr wohl bewusst ist, dass die Herausforderung für die WM-Spieler groß ist: »Es ist ein Balance-Akt. Ich muss schon Verständnis für die Jungs zeigen und das mache ich auch. Ich kann nicht erwarten, dass sie körperlich und mental auf dem absoluten Top-Niveau sind. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, um was es geht und dass wir investieren müssen in diesem Spiel. Es geht nicht darum, die Spieler großartig in Watte zu packen. Wir wollen unbedingt gewinnen.«

Immerhin würden die Flensburger mit einem Sieg in Weißrussland dem Ideal nahe kommen und einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe belegen. Diese würden dazu berechtigen, direkt ins Viertelfinale des Wettbewerbes vorzustoßen und damit an den Achtelfinalterminen spielfrei zu sein. Das sieht auch Machulla so.

»Uns würde es extrem helfen, wenn wir einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe belegen könnten. Dann hätten wir die zwei Spiele im Achtelfinale nicht und könnten dort andere Nachholspiele bestreiten oder regenerieren«, so der SG-Trainer.

Personelle Herausforderung

Bei dem schweren Unterfangen, in Weißrussland zu bestehen, muss Maik Machulla zum wiederholten Male in dieser Saison kreativ werden. So wird Lasse Svan nach seinem im WM-Finale erlittenen Muskelfaserriss die Reise ebenso wenig mit antreten, wie die Kreisläufer Johannes Golla (in Quarantäne) und Jacob Heinl (Reha nach OP), sowie Franz Semper (Reha nach Kreuzbandriss). Am Kreis bleibt damit lediglich Weltmeister Simon Hald.

»Ich bin froh, dass Simon Hald bei der WM auch viel im Angriff gespielt hat. Was er auch gut gemacht hat, wenn wir das Finale jetzt mal weglassen«, so Machulla, der aber nicht davon ausgeht, dass Hald das ganz allein wird stemmen können. »Er schafft aber natürlich keine 60 Minuten vorne und hinten. Da werden wir variieren müssen. Wir werden auf die Konstellation vom Saisonbeginn mit Mads Mensah Larsen und Gøran Søgard Johannessen am Kreis bauen. Die Situation, die wir haben, ist nicht zufriedenstellend, aber wir werden es lösen.«


Auf Simon Hald kommt on jedem Fall in der Champions League bei HC Meshkov Brest einiges an Arbeit zu. Der frischgebackene Weltmeister ist einzig gelernter Kreisläufer der SG. - Foto: Lars Salomonsen

Bei aller Belastung und dem ein oder anderen enttäuscht von der Endrunde heimgekehrten Akteur, gab es für Maik Machulla auch eine erfreuliche Nachricht vor dem Abschlusstraining:

»Lasse Møller sitzt mit im Flieger. Ich gehe davon aus, dass wenn er 100 Prozent im Abschlusstraining gehen konnte, dann auch spielen wird«, so Machulla, der auch wieder auf einen Routinier bauen kann. So wird Alexander Petersson mit von der Partie sein, selbst wenn es nur zu einem gemeinsamen Training mit der Mannschaft gereicht hat. »Wunderdinge können wir da nicht erwarten«, so der SG-Trainer, der aber auf etwas Entlastung für Magnus Rød hofft, der auch im Mittelblock decken wird.

4 feb 2021, 8:13
Timo Fleth
tif@fla.de