Leichte Entwarnung

Magnus Rød von der SG Flensburg-Handewitt hat sich nicht schlimmer verletzt.

Nach diesem Zusammenprall mit Kresimir Kozina musste Magnus Rød ausgewechselt werden.
Nach diesem Zusammenprall mit Kresimir Kozina musste Magnus Rød ausgewechselt werden. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. In den Anfangsminuten der Bundesligapartie gegen FA Göppingen trat genau das ein, was aus Sicht der SG Flensburg-Handewitt überhaupt nicht passieren durfte: Magnus Rød lag am Boden und krümmte sich vor Schmerzen. Der Norweger hielt sich nach einem Kopftreffer des Dänen Jacob Bagersted beide Hände vors Gesicht. Im späteren Spielverlauf prallte der norwegische Nationalspieler heftig mit dem ehemaligen Flensburger Kresimir Kozina zusammen und verließ kurz darauf sichtlich benommen das Spielfeld und die Halle. Da Franz Semper wenige Tage zuvor einen Kreuzbandriss erlitten hatte, stand die SG plötzlich ohne Linkshänder da.

Unmittelbar nach dem Spiel konnte Trainer Maik Machulla noch nichts zu einer möglichen Verletzung sagen, da der Norweger über Schwindel klagte, schien eine Gehirnerschütterung nicht ausgeschlossen. »Ich hoffe, dass er uns nicht lange fehlen wird, zumal wir am Donnerstag in Norwegen gegen Elverum in der Champions League spielen. Die Norweger sind in ihrer Heimat große Vorbilder, da wäre er sicher gerne dabei«, sagte Machulla am Sky-Mikrofon.

Am Montag gab es leichte Entwarnung. »Magnus geht es besser, aber wir werden ihn schonen«, hieß es aus dem SG-Lager. Er hat eine »leichte Gehirnerschütterung« davongetragen.

So oder so dürften sich die SG-Verantwortlichen Gedanken machen, wie es weitergeht. Die Gefahr, irgendwann in der noch langen Saison ohne Linkshänder dazustehen ist groß. Zwar zeigte Mads Mensah Larsen am Sonntag, dass er auch als Rechtshänder im rechten Rückraum agieren kann, aber ideal ist auch das nicht. Zumal die SG bereits die komplette Saison mit vielen Verletzungen zu kämpfen hat und immer wieder umstellen muss.

In der vergangenen Spielzeit war die Situation ähnlich. Damals kam Rød mit einem gebrochenen Fuß von der EM zurück und weil Holger Glandorf an Schulterproblemen laborierte, verpflichtete die SG Jens Schöngarth vom HSV. Der ist inzwischen bei Sporting Lissabon in Portugal und Glandorf hat seine Karriere bekanntlich beendet. Der junge Niels Versteijnen, der noch in der vergangenen Spielzeit ein Zweitspielrecht hatte, ist inzwischen komplett an den VfL Lübeck-Schwartau abgegeben. Die Alternativen sind also weniger geworden und weiterhin gilt: Rød darf sich nicht verletzten.

7 dec 2020, 16:01
Ruwen Möller
rm@fla.de