An die Leistungen anknüpfen

Die SG Flensburg-Handewitt geht trotz großem Respekt mit breiter Brust in die Bundesligapartie gegen Frisch Auf Göppingen. Franz Semper nicht mit von der Partie.

Gøran Søgrad Johannessen spielte gegen Pick Szeged stark auf.
Gøran Søgrad Johannessen spielte gegen Pick Szeged stark auf. Foto: Lars Salomonsen.

Flensburg. Nach der Champions League ist vor der Bundesliga, was für die Handballer der SG Flensburg-Handewitt bedeutet, dass auf Pick Szeged am Sonntag Frisch Auf Göppingen (13.30 Uhr/Sky) in der Flens-Arena wartet. Trotz zuletzt zweier Niederlagen gegen den TSV Hannover-Burgdorf und den THW Kiel spricht SG-Trainer Maik Machulla voller Respekt vom Gegner.

»Göppingen ist für mich eine der interessantesten Mannschaften in der Bundesliga. Da hat Christian Schöne als sportlicher Leiter eine Mannschaft allererster Güte zusammengestellt. Sie sind auf jeder Position top besetzt und ein sehr unangenehmer Gegner. Wir werden uns sehr gut vorbereiten müssen. Zuletzt hatte der THW Kiel auch große Probleme und wir haben in der vergangenen Saison gesehen, was passiert, wenn du deine Sachen nicht auf den Punkt spielst«, so Machulla, der damit auf die 26:28-Auswärtsniederlage anspielt. 

In die gleiche Kerbe haut auch Torhüter Benjamin Buric. »Göppingen hat eine richtig starke Bundesligamannschaft, die schon sehr gute Ergebnisse in dieser Saison erzielt hat«, mahnt der SG-Keeper. 

Beeindruckender Smarason

Mit Janus Smarason hat es Machulla im Übrigen ein neuer Spieler bei Frisch Auf besonders angetan.

»Spielerisch hat Göppingen mit dem Zugang von Janus Smarason nochmal zugelegt. Der hat schon bei Aalborg Håndbold seine Qualitäten unter Beweis gestellt«, so Machulla, der aber auch die Defensive des kommenden Gegners im Auge hat: »In der Abwehr hat Göppingen mit Jakob Bagersted und Kresimir Kozina Spieler, die eine unglaubliche Physis und Aggressivität besitzen. Die können jeder Mannschaft das Leben schwer machen.«

Trotz aller lobenden Worte für den Gegner, braucht sich die SG Flensburg-Handewitt gewiss nicht zu verstecken. Nicht nur durch den zuletzt eingefahrenen Sieg in der Champions League gegen Pick Szeged, ist die Brust der Nordlichter breit. Erst eine Niederlage, und zwar beim THW Kiel, steht in der Bundesliga bei der SG zu Buche. Entsprechend klar und unverändert ist auch die Marschroute von Maik Machulla.

»In erster Linie geht es für uns darum, an die Leistung der vergangenen Spiel anzuknüpfen. Wir müssen konsequent sein und Geduld im Angriff haben. Außerdem müssen wir weiterhin die unglaubliche Spielfreude zeigen, die wir zuletzt hatten. Dann können wir auch weiter erfolgreich sein«, so Machulla zuversichtlich.


Das linke Knie von Franz Semper (Mitte) hat nicht gehalten und der Linkshänder muss nach dem erlittenen Kreuzbandriss unters Messer. - Foto: Lars Salomonsen.

Dunkle Wolken

Dunkle Wolken am sonst so blauen SG-Himmel gibt es allerdings beim Blick auf das Personal. So wird die SG Flensburg-Handewitt in den kommenden Monaten ohne Franz Semper auskommen müssen. Der Linkshänder hat sich gegen Pick Szeged das Kreuzband gerissen und steht vor einer Operation. Damit kommt gerade auf Magnus Rød mehr Belastung zu.

»Magnus Rød kann keine 60 Minuten durchspielen. Das Wechselspiel zwischen ihm und Franz Semper hat bisher überragend geklappt. So werden wir dann andere Lösungen finden müssen und sehen, wie wir ohne Franz zum Erfolg kommen. Das haben wir aber vorher schon mal hinbekommen«, so Machulla, der ansonsten auf den kompletten Kader außer den langzeitverletzten Lasse Møller zurückgreifen kann.

5 dec 2020, 12:16
Timo Fleth
tif@fla.de