SG-Tempo schlägt Szeged-Physis

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich mit einer starken Leistung in der Champions League gegen Pick Szeged alle Möglichkeiten auf Platz eins in der Gruppe erhalten.

Jim Gottfridsson und der restliche Angriff der SG Flensburg-Handewitt mussten für jeden Treffer hart gegen die Szeged-Deckung kämpfen.
Jim Gottfridsson und der restliche Angriff der SG Flensburg-Handewitt mussten für jeden Treffer hart gegen die Szeged-Deckung kämpfen. Foto: Lars Salomonsen.

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt hat kühlen Kopf behalten und in einer gutklassigen Partie gegen Pick Szeged am Ende einen 26:24-Sieg gefeiert. Dabei war es die starke Defensive mit Benjamin Buric dahinter und ein stark aufspielender Gøran Søgard Johannessen, die die Schlüssel zum Erfolg waren. Bitter allerdings, dass Franz Semper fünf Minuten vor dem Ende verletzt in die Kabine gebracht werden musste. 

SG-Trainer Maik Machulla änderte seine zuletzt favorisierte Startformation und so durfte Jacob Heinl im Abwehrzentrum mit Simon Hald beginnen, dazu stand auch Benjamin Buric für den zuletzt so stark haltenden Torbjørn Bergerud zwischen den Pfosten. Johannes Golla übernahm für Heinl den Part im Angriff.

Zu Beginn war es aber eindeutig Buric, der dem Spiel seinen Stempel aufdrücken konnte. Die Abwehr konnte die notwendige Geduld gegen den ruhig aufgebauten Angriff der Gäste behalten und der Bosnier stand so häufig goldrichtig. Zudem fiel das gefürchtete Spiel über den Kreis bei Pick Szeged nahezu komplett flach. Dass die Ungarn zur Mitte der ersten Halbzeit beim 5:6 immer noch voll auf der Höhe waren, lag vor allem an der starken Abwehr der Magyaren. Die Gastgeber taten sich schwer, den physisch enorm starken Defensivblock zu Knacken und bissen sich reihenweise die Zähne aus.

 Doch die Hausherren blieben bissig. Dabei machte sich auch die Einwechslung von Gøran Søgard Johannessen bemerkbar, der mehr Zweikämpfe gewann und so Platz für seine Mitspieler schaffen konnte. Die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung war bis zur Pause aber auf eine 11:10-Führung geschrumpft. Dabei blieben neben den verworfenen Siebenmeter von Hampus Wanne auch noch einige andere Chancen liegen.


Gøran Søgard Johannessen brachte viel Tempo und Aggressivität in das Spiel der SG. - Foto: Lars Salomonsen.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte die Heimmannschaft. Gestützt auf eine weiterhin bewegliche Defensive, schaffte es die SG ihre Vorteile im Tempo zu nutzen und ihr Spiel in die Breite zu ziehen. In der 35. Minute auch so, dass Nik Henigman überhaupt nicht mehr hinterher kam und Magnus Rød nur noch von der Seite erwischte. Henigman durfte entsprechend vorzeitig zum Duschen.

 Die Gäste fingen sich aber wieder und konnten immer wieder den wurfstarken Richard Bodo in Position bringen. Zudem tat sich die SG wieder deutlich schwerer gut Möglichkeiten herauszuspielen. Die Folge, die Gäste waren weiter mitten im Geschehen. 

Einen Schock musste die Heimmannschaft in der Schlussphase noch verkraften. So musste Franz Semper nach einem Zusammenprall gestützt und mit großen Schmerzen in die Kabine gebracht werden. 

Am Ende konnte aber auch das die SG Flensburg-Handewitt nicht aufhalten. In einem starken Spiel konnten die Gastgeber so am Ende einen verdienten 26:24-Sieg einfahren.

Mit dem Erfolg bleibt die SG Kielce und Platz eins in der Gruppe weiter auf den Fersen. Weiter geht es für die Flensburger aber am Sonntag, wenn Frisch Auf Göppingen in der Bundesliga die Flens-Arena besucht.

3 dec 2020, 20:18
Timo Fleth
tif@fla.de

SG Flensburg-Handewitt - Pick Szeged 26:24 (11:10)

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Golla 1, Hald, Svan 2, Wanne, Jøndal 3, Steinhauser 3/3, Heinl 1, Mensah Larsen, Søgard Johannessen 7, Gottfridsson 5, Holpert, Semper 2, Sikošek Pelko, Rød 2.

Pick Szeged: Mikler, Alilovic - Rea, Bodo 6, Kecskes, Canellas 4, Henigman 1, Radivojevic 6/1, Gaber, Banhidi 4, Kasparek 1, Bajusz, Bombac 1, Rosta, Mackovsek 1.

Zeitstrafen: 3:2.

Siebenmeter: 4:1.

Rote-Karte: Nik Henigmann (35./Foulspiel/Pick Szeged).

Schiedsrichter: Radojko Brkic/Andrei Jusufhodzic (Österreich)

Zuschauer: -.