Flensburg wird seiner Favoritenrolle gerecht

Die SG Flensburg-Handewitt hat einen sicheren Sieg gegen die HSC 2000 Coburg eingefahren und den Heimspielrekord geknackt.

Franz Semper spielte gegen den HSC 2000 Coburg groß auf und nutzte seine Spielzeit weidlich.
Franz Semper spielte gegen den HSC 2000 Coburg groß auf und nutzte seine Spielzeit weidlich. Foto: Lars Salomonsen.

Flensburg. Der Rekord ist geknackt. Die SG Flensburg-Handewitt gab sich gegen den HSC 2000 Coburg keine Blöße und gewann sicher mit 32:22. Damit sind die Flensburger seit 40 Heimspielen in Serie in der Bundesliga ungeschlagen. Der Sieg könnte sich aber als teuer erkauft herausstellen, da Lasse Svan sich am Knöchel nach einem Foul verletzt hat. 

Einen kleinen Schock hatte die SG bereits vor dem Anpfiff zu verdauen, hat die Stadt Flensburg doch die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Die SG Flensburg-Handewitt darf aber in enger Abstimmung mit der Stadt Flensburg und Oberbürgermeisterin Simone Lange weiter vor Zuschauern spielen. Dem ausgeklügelten und funktionellen Hygienekonzept sei Dank. Im Bundesligaspiel gegen den HSC 2000 Coburg wurde der Kartenverkauf allerdings bei 700 gestoppt.

Gegen den HSC 2000 Coburg musste SG-Trainer Maik Machulla auf Rechtsaußen Marius Steinhauser verzichten, der sich gegen Elverum Handball unter der Woche eine Verletzung am Knöchel zugezogen hatte. Doch das war sicher nicht an der schwachen Chancenverwertung in den Anfangsminuten schuld. Gerade Magnus Rød machte dabei keine gute Figur, durfte nach fünf Minuten schon auf der Bank platz nehmen und wurde durch  Franz Semper ersetzt.

Die Gastgeber betrieben auch in der Folge Chancenwucher. Einen Rückstand musste die SG aber nicht hinnehmen. Eine bewegliche Abwehr mit einem gut aufgelegten Benjamin Buric dahinter, sorgten für etliche Ballgewinne der Heimmannschaft. Eifrigster Nutznießer war zunächst Linksaußen Hampus Wanne, der seine Treffer vor allem im Gegenstoß erzielen konnte. Zudem fand Franz Semper immer besser in die Partie und die Gastgeber konnten mit einer 17:11-Führung in die Pause gehen.


Benjamin Buric war der gewohnt sichere SG-Rückhalt. - Foto: Lars Salomonsen.

Die Überlegenheit der SG Flensburg-Handewitt  war auch zu Beginn des zweiten Durchganges deutlich. Zwar wurde auch weiterhin die ein oder andere Möglichkeit liegen gelassen, aber die Abwehr funktionierte genauso wie das Tempospiel weiterhin. Zudem hatte auch Franz Semper weiter Geschmack am Torewerfen. 

Personelle Schrecksekunden gab es aber erneut. Simon Hald landete nach einem Block unglücklich und musste humpelnd das Feld verlassen. Konnte aber später wieder mitwirken. Deutlich schlimmer sah es bei Lasse Svan aus, der beim Wurfversuch von Max Preller gefoult wurde und heftig umknickte. Die Position auf Rechtsaußen übernahm Hampus Wanne.

An der Überlegenheit der Gastgeber änderte dies jedoch auch nichts, die zehn Minuten vor dem Ende beim 27:17 die erste Zehn-Tore-Führung herausgespielt hatten. So konnte auch Magnus Holpert noch sieben Minuten Bundesligaluft schnuppern

Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 32:22-Sieg für die SG Flensburg-Handewitt zu Buche, die damit ihren Rekord gebrochen hat und seit 40 Heimspielen in der Bundesliga ungeschlagen ist.

25 okt 2020, 17:33
Timo Fleth
tif@fla.de

SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg 32:22 (17:11)

Statistik

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Hald 1, Svan 2, Wanne 8/4, Jøndal 1, Heinl, Mensah Larsen 1, Søgard Johannessen 3, Gottfridsson 4, Holpert 1/1, Semper 7, Pelko 3, Rød 1.

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum - Preller 1, Norouzinezhad 2, Sproß 4, Nenadic 5, Billek 1/1, Zettermann 1, Varvne, Schikora, Kurch 1, Zeman 6, Schröder 1.

Zeitstrafen: 2:4.

Siebenmeter: 5:3.

Rote Karte: Max Preller (46./HSC)

Schiedsrichter: Frederic Linker/Sascha Schmidt.

Zuschauer: 700 (ausverkauft).