Wanne, Gottfridsson und Co. bezwigen das DHB-Team um Golla

Deutschland hat bei der Europameisterschaft mit 21:25 (10:12) gegen Schweden verloren. Währned die Flensburger Jim Gottfridsson und Hampus Wanne mit ihrem Team weiter um das Halbfinale spielen, ist Johannes Golla mit seiner Mannschaft ausgeschieden.

Flensburgs Hampus Wanne war mit sechs Toren einmal mehr Schwedens Topscorer.
Flensburgs Hampus Wanne war mit sechs Toren einmal mehr Schwedens Topscorer. Foto: Marijan Murat/dpa

Bratislava. Auf die drei Siege in der Vorrunde folgte am Abend die dritte Niederlage in der Hauptrunde und damit das Aus bei der EM für Deutschland. Gegen Schweden verlor die Mannschaft um Kapitän Johannes Golla (2 Tore) mit 21:25 (10:12) gegen Vize-Weltmeister Schweden. Im Duell mit den Skandinaviern, die in dem Flensburger Hampus Wanne (6 Treffer) einmal mehr ihren besten Torjäger hatten, ging Deutschland wie zuletzt gegen Spanien und Norwegen hinten raus die Kraft aus.

Zunächst käµpfte Deutschland bemerkenswert um die letzte Chance, bei dieser EM doch noch weiterzukommen. Nur ein Sieg hätte diese Hoffnung am Leben gehalten. Dank guter Abwehrarbeit war es zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Zwar lag Schweden, spielerisch besser veranlagt, immer etwas vorne, aber mit ein paar weniger Fehlern wäre bereits vor der Pause mehr für das DHB-Team möglich gewesen. 

Anfang der zweiten Hälfte gelang endlich der langersehnte Ausgleich (13:13/37.). Beim Stand von 14:14 (38.) hatte Deutschland die Chance zur Führung, warf den Ball jedoch zum dritten Mal im Spiel leichtfertig weg. 

Kapitän Johannes Golla dirigierte eine starke Abwehr und weil bei Schweden sein Clubkollege und Spielgestalter, Jim Gottfridsson (3 Tore) seit Mitte der ersten Hälte auf der Bank blieb, ließen die Skandinavier nach. Mit seinem vierten Treffer hielt Wanne seine Farben jedoch in Führung (15:14). Nach dem erneuten Ausgleich von Kiels Rune Dahmke kam Gottfridsson zurück ins Spiel. Mehrfach ließen die Deutschen in dieser Phase die Chance zur Führung liegen und lagen bald wieder hinten (15:17/45.). Bundestrainer Alfred Gislason nahm sofort eine Auszeit. Er brachte Johannes Bitter zurück ins Tor.

Insgesamt fehlten sowohl Bitter, der die Partie begonnen hatte, als auch dem zwischenzeitlich eingewechselten Daniel Rebmann an diesem Tag die Paraden. Auch ein Grund dafür, dass die DHB-Auswahl das Spiel nicht mehr drehen konnte.


Johannes Golla und Co. kämpften, hatten am Ende aber keine Chance und sind ausgeschieden.  - Foto: Marijan Murat/dpa

Sechs Minuten vor Ende stellte Gislason auf 7 gegen 6 um. Der Rückstand lag da bei 18:21. Er wurde nicht kleiner, denn gleich im ersten Angriff fischten die Schweden einen Ball weg und trafen ins leere Tor zum 22:18. Gottfridsson machte mit dem 23:18 endgültig alles klar. Am Ende zahlte es sich für Schweden aus, dass der SG-Mann lange Zeit geschont worden war und im zweiten Durchgang nur in der Offensive agieren musste.

Während Schweden nun am Dienstag (20.30 Uhr/live TV2 und Livestream Sportdeutschland.tv) vor einem Endspiel gegen Norwegen um den Halbfinal-Einzug steht, ist die EM für Deutschland nahezu vorbei. Zumindst wird das Team nicht mehr weiterkommen, auch nicht das Spiel um Platz fünf wie bei der EM 2020 erreichen. Damals gewann Deutschland gegen Portugal, diesmal gibt es nur noch ein letztes belangloses Hauptrunden-Spiel gegen die ebenfalls ausgeschiedenen Russen, die 29:29-Remis gegen Polen spielten. Gespielt wird am Dienstag (18 Uhr/live ZDF und TV2 Play).

23 jan 2022, 19:43
Ruwen Möller
rm@fla.de