Drama am letzten EM-Vorrundenspieltag

Für die Spieler der SG Flensburg-Handewitt von Schweden reichte es mit Glück zum Einzug in die Hauptrunde. Norwegen müht sich in die Hauptrunde, während Bosnien-Herzegowina trotz Niederlage einen ordentlichen Ausstand feiert.

Benjamin Buric zeigte trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel mit Bosnien-Herzegowina eine starke Leistung.
Benjamin Buric zeigte trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel mit Bosnien-Herzegowina eine starke Leistung. Archivfoto

Bratislava. Drama und nichts für schwache Nerven war das Spiel von Schweden gegen Tschechien im letzten Vorrundenspiel der Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei. Haarscharf konnten sich die Skandinavier mit dem 27:27 in die Hauptrunde retten.

Von Beginn an wurde deutlich, dass es in der Partie zwischen Schweden und Tschechien um alles ging. Absetzen konnte sich im gesamten ersten Durchgang keine der beiden Mannschaften. Dabei machten sich die Skandinavier das Leben selbst schwer. Immer, wenn es zu einem Lauf hätte kommen können, kassierte die Auswahl vom ehemaligen SG Flensburg-Handewitt Akteur Glenn Solberg eine Zeitstrafen. Auch wenn SG-Spielmacher Jim Gottfridsson die Zügel des schwedischen Spiels in der Hand hatte, reichte es zur Pause so nur zu einer 12:11-Führung. SG-Linksaußen Hampus Wanne spielte im ersten Durchgang noch keine Rolle.

Weniger Drama gab es auch im zweiten Durchgang nicht. Zwar konnte sich Schweden zwischenzeitlich auf drei Tore absetzen, machte aber zu viele Fehler. Das nutzten die Tschechen, die bei einem Erfolg auch hätten Weiterkommen können. 

Am Ende brauchte es eine ordentliche Portion Glück und einen Fehlpass der Tschechen, um das 27:27 über die Zeit zu retten. Damit sind Jim Gottfridsson, der drei Treffer erzielte, und Hampus Wanne, der alle seine fünf Tore per Strafwurf erzielte, hauchdünn in die Hauptrunde eingezogen.

Buric mit starkem Punktum

Bereits vor dem letzten Spiel war klar, dass die Europameisterschaft für Benjamin Buric und Bosnien-Herzegowina nach der Vorrunde beendet ist. Gegen Spanien zeigte der Keeper der SG Flensburg-Handewitt aber nochmal seine Klasse. Bei der 24:28-Niederlage kam Buric auf zehn Paraden und sorgte damit dafür, dass Bosnien fünf Minuten vor Ende bei einem Zwei-Tore-Rückstand noch alle Möglichkeiten auf einen Erfolg hatte. Schlussendlich reichte es aber nicht, dennoch war es ein versöhnlicher Abschluss für Benjamin Buric und eine coronageplagte Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina.

Norwegen schafft Sprung

Die vom ehemaligen Spielmacher der SG Flensburg-Handewitt Christian Berge trainierte Nationalmannschaft Norwegens war nach der knappen 22:23-Niederlage gegen Russland gegen Litauen in Schwierigkeiten. Unter anderem ohne die verletzten SG-Stars Gøran Søgard Johannessen und Magnus Rød, aber mit Superstar Sander Sagosen, fehlte es den Skandinaviern auch im entscheidenden Spiel ums Weiterkommen an Esprit. Zur Pause lagen die Mannschaften beim 16:16 noch gleichauf. Am Ende gewann Norwegen aber mit 35:29 und zieht damit in die Hauptrunde ein.

17 jan 2022, 22:25
Timo Fleth
tif@fla.de