Schweden jetzt um alles oder nichts

Die Schweden der SG Flensburg-Handewitt haben nach der Niederlage gegen Spanien am letzten Vorrundenspieltag noch die Chance aufs Weiterkommen. Für Bosnien-Herzegowina und Benjamin Buric ist der Traum bereits ausgeträumt.

SG-Spielmacher Jim Gottfridsson gehörte  bei der Niederlage gegen Spanien zu den stärksten Schweden.
SG-Spielmacher Jim Gottfridsson gehörte bei der Niederlage gegen Spanien zu den stärksten Schweden. Archivfoto

Bratislava. Für Jim Gottfridsson und Hampus Wanne von der SG Flensburg-Handewitt geht es mit Schweden am Montag gegen Tschechien (20.30 Uhr) im letzten Spiel der Vorrunde der Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei um den Einzug in die Hauptrunde. Nach der 28:32-Niederlage am Sonnabend gegen Spanien im zweiten Vorrundenspiel steht bereits fest, dass die Skandinavier bei einem Erfolg gegen Tschechien ohne Punkte mitzunehmen in die Hauptrunde einziehen würden.

Gegen Spanien war das SG-Duo der Rettungsanker einer ansonsten sehr fehlerbehafteten schwedischen Auswahl. So steuerten Hampus Wanne acht und Jim Gottfridsson sechs Tore bei. Dabei wog vor allem der Ausfall von Abwehrchef Max Darj schwer. Darj war zuvor positiv auf Corona getestet worden und muss nun mindestens fünf Tage in Isolation verbringen. Damit fehlt der Abwehrchef auch im entscheidenden Vorrundenspiel.

Für Hampus Wanne waren die Gründe für die Niederlage erklärbar, aber dadurch nicht weniger irritierend.

»Wir sind laufend in die Fallen der spanischen Abwehr getappt und haben einen Haufen technischer Fehler gemacht«, so Wanne.

In die gleiche Kerbe schlug auch Gottfridsson: »Wir machen in der ersten Halbzeit neun technische Fehler und das ist viel zu viel. Wir hätten insgesamt viel mehr Tempo gebraucht. Jetzt geht es gegen Tschechien um alles.«

Der Spielmacher nimmt beim Blick auf das Spiel gegen Tschechien ebenfalls kein Blatt vor den Mund.

»Wir gehen als Favorit in das Spiel und beim Blick auf die Mannschaften sehe ich uns auch klar vorne. Wir wollen in die Hauptrunde«, so Gottfridsson bestimmt.

Buric-Paraden reichten nicht

Bereits vor dem letzten Vorrundenspiel ist der Traum von der Hauptrunde bei Benjamin Buric und Bosnien-Herzegowina ausgeträumt. Der SG-Keeper tat zwar gegen Tschechien alles, was er konnte, um den Traum vom Weiterkommen am Leben zu erhalten. Am Ende mussten sich die coronageplagten Bosnier aber deutlich mit 19:27 geschlagen geben. Am Montag (18 Uhr) wartet dann das nun bedeutungslose letzte Spiel in der Vorrunde gegen Spanien auf Buric und seine Landsleute.

17 jan 2022, 7:58
Timo Fleth
tif@fla.de