UPDATE: Corona: Jetzt auch Deutschland betroffen

Julius Kühn wird den deutschen Handballern in jedem Fall gegen Österreich fehlen. Der Rückraumspieler wurde positiv getestet.

Mit der Mannschaft wird Julius (im Vordergrund) die kommenden Tage definitiv nicht trainieren können.
Mit der Mannschaft wird Julius (im Vordergrund) die kommenden Tage definitiv nicht trainieren können. Foto: dpa

Bratislava. Befürchtet worden war es die ganze Zeit und nun hat es auch die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei getroffen. So wurde Rückraumspieler Julius Kühn positiv auf Corona getestet und wird damit mindestens gegen Österreich am Sonntag und vermutlich auch gegen Polen am Dienstag fehlen.

»Der am Samstagmorgen vom Ausrichter abgenommene PCR-Test führte bei der Delegation der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei Julius Kühn zu einem positiven Ergebnis. Dieser begab sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Resultats am Samstagabend in Isolation. Auch alle weiteren, am Samstag erneut negativ getesteten Delegationsmitglieder haben sich in ihre Zimmer begeben. Das weitere Verfahren wird auf Basis des Hygieneprotokolls der EHF EURO 2022 und in Abstimmung mit dem europäischen Verband EHF festgelegt«, teilte der Deutsche Handballbund mit.

Kühn war ebenso wie die gesamte Delegation bei allen bislang vorgenommenen Test negativ. Damit muss die junge Truppe um den bei der SG Flensburg-Handewitt spielenden DHB-Kapitän Johannes Golla mit einer neuen Herausforderung fertig werden. Zunächst wartet in der Vorrunde der EHF EURO 2022 aber Österreich (Sonntag, 18 Uhr, ARD-Sportschau live).

Für Kühn hat Bundestrainer Alfred Gislason Hendrik Wagner von den Eulen Ludwigshafen nachnominiert. Wagner befindet sich bereits auf dem Weg nach Bratislava, für einen Einsatz gegen Österreich wird es aber noch nicht reichen. In den 16er Kader rückt dafür Rechtsaußen Lukas Zerbe.

Bei Schnelltests am Sonntagmorgen ist in der deutschen Delegation zunächst kein weiterer Fall aufgetreten. Eine weitere PCR-Testung steht aber noch aus. 

Julius Kühn derweil hofft, dass die EM für ihn noch nicht vorbei ist.

»Ich hoffe, dass ich möglichst bald wieder zum Team zurückkehren und das Turnier fortsetzen kann«, so Kühn, der in ein Quarantäne-Hotel umgezogen ist. 

Für Axel Kromer, DHB Sportvorstand, zählt indes nur: »Wir hoffen, dass Julius jetzt nicht noch erkrankt. Wir fangen jetzt aber auch gar nicht an zu suchen, wo er sich angesteckt haben könnte. Wir haben uns an alle Regeln gehalten.«

15 jan 2022, 21:32
Timo Fleth
tif@fla.de