Lehrgeld gezahlt

Slesvig IF unterliegt dem griffigen Stadtnachbarn TSV Friedrichsberg-Busdorf zum Landesligaauftakt.

SIFs Top-Torjäger Cedric Nielsen war gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf nahezu komplett abgemeldet.
SIFs Top-Torjäger Cedric Nielsen war gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf nahezu komplett abgemeldet. Foto: Tim Riediger

Jörn Saemann

sport@fla.de

søndag d. 14. august 2022, kl. 12:33

Schleswig. Slesvig IF hat den Saisonauftakt in der Landesliga Schleswig in den Sand gesetzt. Denn im Domstadtderby gegen den Nachbarn TSV Friedrichsberg-Busdorf unterlag die Mannschaft von Wolfgang Rusch mit 0:2 (0:1) Toren. 

»Wir sind ein glücklicher, aber am Ende auch verdienter Sieger. SIF hat uns aber alles abverlangt«, atmete TSV-Trainer Marco Woting nach der Partie entspannt durch. 

»Wir haben unseren Weg verlassen und nicht das gespielt was wir können. Friedrichsberg hingegen hat es dann souverän runter gespielt und so ist ihr Sieg dann auch verdient«, so der total enttäuschte Rusch. 

Dabei hatte sein Team stark angefangen, agierte sehr überlegt und suchte Lücken in der Gästedeckung. Eine erste bot sich in der 13. Minute, doch Cedric Nielsen schoss knapp am linken Pfosten vorbei. Danach löste sich der TSV Friedrichsberg-Busdorf aber aus der Umklammerung und setzte mit starkem Laufspiel und Kampfkraft erste Nadelstiche. Nach einer Trinkpause aufgrund der heißen Temperaturen, hatte das Woting-Team das Momentum dann auf seiner Seite, als ein Eckball verlängert wurde und Clemens Goos völlig frei vor dem Tor zum 0:1 einköpfen konnte (25.). 

SIF-Keeper Kenny Koch verhinderte vier Minuten später, nach schlimmen Fehler von Tammo Rades, gegen den völlig frei auf ihn zulaufenden Jan Böhnert das 0:2 und wehrte auch den Nachschuss in Klasse-Manier ab.

 Nach dem Wechsel versuchten die Platzherren mehr Druck zu machen, agierten aber zu fahrig. SIF konnte sich bei ihrem überragenden Torhüter Koch bedanken, der stark gegen Lasse Kybelka das 0:2 verhinderte (55.). Sechs Minuten später traf Tim Asmussen aber zum 0:2. Den Sack machte der TSV aber nicht zu, da Koch seinem Team weiter den Rücken freihielt. 

Doch Slesvig IF konnte dem Spiel keine Wende mehr geben, da auch Dahmani weiter stark hielt und das Rusch-Team die nötige Konsequenz im Angriff vermissen ließ. So blieb es beim 0:2. 

»Es waren schwere Bedingungen bei diesen Temperaturen und dass erste Saisonspiel. Da kann noch nicht alles ineinandergreifen. Zudem war es ein Derby mit besonderer Stimmung, da entscheiden Kleinigkeiten«, so Woting. 

»Wir hatten im Zentrum keinen Zugriff und haben unser Spiel zu langsam aufgebaut. Unsere gesamte Fehlerquote war einfach zu hoch. Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen«, so SIF-Trainer Wolfgang Rusch nachdenklich. 

Slesvig IF: Koch – Patrick Rusch, Rades, Hagge, Knuth –Patrick Nielsen (90.+2. Ewers), Wasielewski (65. Meyran), Zamanakos, Cedric Nielsen – Benz (81. Naeve), Wegner.
TSV Friedrichsberg-Busdorf: Ilyes Kybelka – Brodersen, Clemens Goos. Callsen (45.+3. Lasse Kybelka), Yilderim – Jonas Goos, Henningsen (69. Tim Schubert), Ohlsen (87. von Fehm), Böhnert (69. Ohm) – Daniel Schubert (79. Pagel), Asmussen. 
Schiedsrichter: Köcher
Gelb-Rot: von Fehm (87., Foul und Unsportlichkeit) 
Zuschauer: 320