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tirsdag, 27.05. 2014 09:00, Hans Christian Davidsen (hcd@fla.de)

Die Besucher der NordArt haben die Möglichkeit, für ihren Lieblingskünstler ihre Stimme abzugeben. Die ersten drei Plätze des Publikumspreises sind mit je 1000 Euro dotiert, die Preisverleihung erfolgt am 20. September während der »Langen Nacht der Lichter«. Unter den abgegebenen Stimmzetteln der Besucher werden zehn Saisonkaten für die NordArt 2015 verlost.

Die Besucher der NordArt haben die Möglichkeit, für ihren Lieblingskünstler ihre Stimme abzugeben. Die ersten drei Plätze des Publikumspreises sind mit je 1000 Euro dotiert, die Preisverleihung erfolgt am 20. September während der »Langen Nacht der Lichter«. Unter den abgegebenen Stimmzetteln der Besucher werden zehn Saisonkaten für die NordArt 2015 verlost. (Foto: FlA)

Renommierte Russen stellen bei NordArt aus

Seit nunmehr 16 Jahren geht die NordArt unbeirrt ihren Weg und zieht immer weitere Kreise in die ganze Welt. Knapp 3000 Künstler aus über 100 Ländern bewarben sich dieses Jahr um die Teilnahme - glückliche 250 dürfen ihre Werke hier zeigen.

Ausstellung

BÜDELSDORF. 250 Künstler aus 55 Ländern laden ab dem 14. Juni zu einer Weltreise durch die Kunst ein und verwandeln die Carlshütte in Büdelsdorf bei Rendsburg erneut zu einem Forum für zeitgenössische Kunst.

Auf dem NordArt-Symposium im Mai arbeiten rund ein Dutzend Künstler für die aktuelle Ausstellung an ihren Skulpturen, Installationen und Bildern. Für die 16. Auflage der Internationalen Kunstausstellung hatten sich dieses Mal knapp 3000 Künstler aus 101 Ländern beworben. Die Ausstellung wird am 14. Juni eröffnet und ist bis 12. Oktober zu sehen.

Nachdem 2012 der Länderfokus auf China und 2013 auf die baltischen Staaten gelegen hatte, richtet die NordArt im diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf Russland.

- Die politischen Auseinandersetzungen aufgrund des Krim-Konflikts bestärken uns sogar in diesem Vorhaben, denn wir glauben fest an die Sprache der Kunst als Mittel gegenseitigen Verstehens und Verständigens, sagt die Künstlerin Inga Aru, Pressesprecherin der NordArt-Ausstellung.

Unbequeme Themen

Im Russischen Pavillon innerhalb der NordArt stellen 40 renommierte Künstler aus, die stellvertretend für die aktuelle Kunstszene in Moskau und Sankt Petersburg stehen.

Kuratoren des Russischen Pavillons sind die Künstler Alexander Rukavishnikov, Konstantin Hudjakov, Alexander Taratynov, Alexey Morosov und Peter Baranov. Die Schirmherrschaft hat das Kultusministerium der Russischer Föderation übernommen, als Kooperationspartner sind mehrere russische Museen und die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin beteiligt.

- Die NordArt scheut weder Kritik noch unbequeme Themen. Ihre Länderschwerpunkte wie China oder aktuell Russland sind nicht pflegeleicht. Aber will das eine Schau zeitgenössischer Kunst denn sein? Die NordArt lädt vielmehr dazu ein, den Blick auf das verbindende Element jenseits der Politik zu richten, die Kunst, und sich ein eigenes Bild zu machen, so Inga Aru.

Kooperation mit Dänemark

Einen weiteren Höhepunkt in der NordArt 2014 bildet eine Gruppe chinesischer Künstler, die mit ihren Arbeiten an der letzten Biennale in Venedig beteiligt waren. »China Garden« wird von Liang Kegang kuratiert und zeigt neue chinesische Kunst.

Die NordArt ist außerdem Kooperationspartner des dänischen Projekts »Sculpture Fokus2014 Denmark« und präsentiert eine Auswahl von Skulpturen dänischer Bildhauer. Gleichzeitig stellen NordArt-Bildhauer ihre Arbeiten im Skulpturenpark Augustiana in Sonderborg im Rahmen dieses Projektes aus. Russland, China, Dänemark sind aber nur drei Haltestellen auf der großen Entdeckungsreise.

Zur NordArt 2014 erscheint ein deutsch-englischsprachiger, 304-seitiger Katalog, der jeden Künstler in Wort und Bild vorstellt.

NordArt 2014: 14. Juni-12. Oktober. 250 Künstler aus 55 Ländern. Eröffnung am 14. Juni, 17 Uhr (öffentlich, Eintritt frei). Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11-19 Uhr (Eintritt neun Euro). Adresse: Kunstwerk Carlshütte, Vorwerksallee, Büdelsdorf. www.nordart.de

Die NordArt scheut weder Kritik noch unbequeme Themen. Ihre Länderschwerpunkte wie China oder aktuell Russland sind nicht pflegeleicht. Aber will das eine Schau zeitgenössischer Kunst denn sein?

Die NordArt scheut weder Kritik noch unbequeme Themen. Ihre Länderschwerpunkte wie China oder aktuell Russland sind nicht pflegeleicht. Aber will das eine Schau zeitgenössischer Kunst denn sein? (Foto: FlA)

FAKTA

• Das Kunstwerk Carlshütte ist eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg.

• Herzstück ist die seit 1999 jährlich in den Sommermonaten stattfindende NordArt

• Die NordArt versteht sich als Gesamtkunstwerk, in dem die Kunstwerke nicht nur für sich allein sprechen, sondern im Zusammenspiel mit der einzigartigen Kulisse der Carlshütte eine eigene Welt entwickeln, und die jährlich von Chefkurator Wolfgang Gramm neu konzipiert wird.

• Die NordArt gehört zu den größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Ihre Bühne sind die gewaltigen Hallenschiffe der historischen Eisengießerei mit ihren 22.000 Quadratmetern Grundfläche und ein 80.000 Quadratmeter großer Skulpturenpark

• Gastgeber sowohl für die NordArt als auch für die Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der mit der umgebauten ACO Thormannhalle ein eigener Konzertraum für 1200 Besucher zur Verfügung steht, ist das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann.