Plastik-Problem war schon bekannt

Læserbrev

mandag, 10.09. 2018 17:27

Fritz Laß, Schleswig

Obwohl der Plastikskandal an der Schlei langsam in Vergessenheit gerät, taucht jetzt ein pikantes Protokoll auf, das den Beginn der Fehlerkette beleuchtet.

In einem nicht öffentlichen Sitzungsteil des Werkausschusses am 9.3.16 wurden seitens der Stadtwerke die Probleme bei den Vertragsverhandlungen über die Lieferung von Speiseresten durch Refood angesprochen. Es wurde darauf hingewiesen, dass andere Bedingungen als beim bisherigen Lieferanten Jokschuss gelten würden. Wörtlich heißt es im Protokoll: »Außerdem sollten vorhandene Kunststoffteile (durch Refood) nicht mehr aussortiert werden, damit wäre die Ausbringung des Klärschlamms im Umland in Gefahr.«

Man wies auch darauf hin, dass solche mit Plastik durchsetzten Speisereste nicht an Biogasanlagen geliefert werden dürften, weil deren Betriebsgenehmigungen genaue Stoffvorgaben hätten, die nicht so einfach zu ändern wären.

Man wusste also damals schon genau, mit welch »heißer« Ware man es zu tun hatte. Dieses Wissen hätte die Werkleitung unbedingt dazu bringen müssen, die Speisereste des neuen Lieferanten besonders gründlich auf Plastik und dessen Verbleib im Betrieb zu untersuchen – dann wäre der Schlei, den Schleswiger Stadtwerken und uns viel erspart geblieben.

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