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Janeli Patrail ist bei den Spielen des TSV Nord vorerst nur Zuschauerin.

Janeli Patrail ist bei den Spielen des TSV Nord vorerst nur Zuschauerin. (Foto: Sebastian Iwersen)

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Handball-Ass in der Warteschleife

2. Liga

Die Spielberechtigung für Nord-Neuzugang Janeli Patrails ist unklar.

Harald Jacobsen (ja@fla.de)

ons, 06. feb 2013, 08:00

HARRISLEE. Was vor zwei ­Wochen wie ein Glücksfall aussah, hat sich mittlerweile zu einer kleinen sportlichen Tragödie entwickelt, dessen Ende noch nicht absehbar ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Handballerin Janeli Patrail.

Vor zwei Wochen meldete Handball-Zweitligist TSV Nord Harrislee die Verpflichtung der estnischen Nationalspielerin Janeli Patrail, die von SK Aarhus (Dänemark) nach Harrislee gewechselt war.

Reine Formalität

Laut Statuten der EHF (Europäische Handball Federa­tion), des DHF (Dansk Håndbold Forbund) und des DHB (Deutscher Handball Bund) ein internationaler Spieler-Wechsel, der gewissen Regeln unterliegt.

Die Harrisleer Liga-Verantwortlichen Tim Petersen und Heiko Köhler leiteten sofort die nötigen Maßnahmen ein, um für die 23-Jährige eine Freigabe schnellstmöglich zu erhalten. So weit, so gut.

Groß war dann die Überraschung beim TSV Nord, als von der EHF die Antwort kam, dass »die Transferrechte von Janeli Patrail nicht in Dänemark liegen, da sie niemals dorthin transferiert worden sei.«

Verbände ermitteln

Die Tatsache, dass die Estin im Zeitraum von September bis Dezember vergangenen Jahres in neun Pflichtspielen für SK Aarhus aktiv mitgewirkt hat, sorgt nun dafür, dass sich die Verbände intensiv mit dem Wechsel der Kreisläuferin nach Dänemark befassen werden.

Aus Sicht von Patrail und des TSV Nord bedeutet dies eine Verzögerung der Spielberechtigung auf unbestimmte Zeit.

Mehr in der gedruckten Ausgabe am Mittwoch.