- MIDAS -
Pinkstinks kämpft gegen derartige, speziell auf Mädchen abzielende Werbung.

Pinkstinks kämpft gegen derartige, speziell auf Mädchen abzielende Werbung.

Die Pinkifizierung von Mädchen-Welten

Geschlechter

Renate Hopfe (rh@fla.de)

man, 19. nov 2012, 21:54

FLENSBURG. Rosa gestaltete Spielzeugabteilungen in Kaufhäusern und rosa Überraschungseier nur für Mädchen sowie Kosmetika für Dreijährige - vielen Eltern geht diese »Pinkifizierung von Mädchenwelten« zu weit. Sie sind deshalb froh darüber, dass sich der Verein »Pinkstinks« gegen die rosa Glitzerwelt für Mädchen einsetzt.

»Während Jungen Skateboards, knallige Farben und Action versprochen wird, sind Mädchenaccessoires leider noch zu oft im Themenbereich niedlich, zart, harmlos, modebewusst, sexy  verankert«, kritisiert Martina Spirgatis, Gleichstellungsbeauftragte der Flensburger Universität und Gründungsmitglied von »Pinkstinks Germany«.

»Anstatt mit der Faust auf den Tisch zu hauen, suggeriert die rosa Welt einen lasziven Augenaufschlag oder einen Griff zur Puderdose als Waffe in schwierigen Situationen.«

Eine Kampagne von Pinkstinks sei deshalb der Kampf gegen Kosmetik für Kleinkinder. Oft seien in den Regalen von Spielwarenläden Nagellack, Mascara, Lippenstift und Lidschatten mit der Kennzeichnung »3+« zu finden. Pinkstinks setze sich dafür ein, dass diese Produkte frühestens im Alter »8+« verwendet werden dürfen.

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