Das Glücksspiel und seine Psychologie

Das Glücksspiel übte schon immer eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Allerdings muss man dazu sagen, dass sich dies nicht auf alle Menschen bezieht.

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mandag d. 12. december 2022 kl. 12:00

Während manche jederzeit einen Casino Bonus ohne Umsatzbedingungen nutzen würden, interessieren sich andere überhaupt nicht für Online Casinos und ihre Angebote. Um dieser unterschiedlichen Wirkung auf den Grund zu gehen, muss man sich mit der Psychologie des Glücksspiels beschäftigen. Hier ist vor allem die Persönlichkeit des Menschen entscheidend. Warum das so ist, schauen wir uns jetzt näher an.

Was die Persönlichkeit bewirken kann

Selbstverständlich kann man einfach unterschiedliche Vorlieben und Interessen haben. Dies kann sich auch darin äußern, dass manche sich für das Glücksspiel begeistern und andere gar nicht. Bei einer psychologischen Betrachtungsweise sind hier jedoch auch Neigungen entscheidend, die mit dem Fachbegriff Attention Seeking bezeichnet werden. Bei diesen Charakterzügen neigt man dazu, ständig nach neuen Herausforderungen zu suchen. Das können häufig wechselnde Freizeitaktivitäten sein oder auch die Wahl von Extremsportarten, die für viel Adrenalin sorgen. Da auch das Glücksspiel für Spannung und Aufregung sorgt, zieht es diese Charaktere ebenfalls an.

Der Belohnungseffekt

Sucht ein Mensch dauernd nach neuen Herausforderungen und der Spannung, die damit verbunden ist, sorgt das dafür, dass in ihm ein Belohnungseffekt erscheint, wenn er zum Beispiel eine anstrengende Leistung beim Sport geschafft hat oder einen Gewinn in einer Spielothek erzielt hat. Der Sportler oder Spieler fühlt sich dann nach der Spannung und der Ausschüttung von Adrenalin belohnt.

Am Beispiel des Glücksspiels ist der Ablauf so, dass zuerst ein Auslöser stattfindet. Das kann ein visueller Reiz sein, wie der Anblick eines Spielautomaten, aber auch die Melodie eines Spiels oder sogar auch nur ein bestimmter Geruch, der an eine Situation erinnert, in der gespielt wurde. Daraufhin reagiert das Gehirn in der Art, dass es ein Verlangen auslöst und fordert, dass dieses gestillt werden soll. Fängt der Mensch dann an, zu spielen und gewinnt, entscheidet das Gehirn, wann das Verlangen gestillt ist und der Mensch wieder aufhört zu spielen. Solange, wie das Verlangen akut ist, zockt der Mensch allerdings weiter. Die genauen Zusammenhänge bei der Stillung des Verlangens sind noch nicht genau erforscht. Man vermutet, dass hier Dopamin eine wichtige Rolle spielt. Diese Vorboten der Glückshormone sorgen dafür, dass eine Belohnung verlangt wird, bis dann die eigentlichen Glückshormone, die Endorphine, ausgeschüttet werden.

Die Risiken

Dopamin und Endorphine sind die vorherrschenden Gründe dafür, warum sich die Begeisterung für das Glücksspiel in eine Sucht verwandeln kann. Die der Spielsucht anfallenden Menschen übertreiben es dann und spielen trotz eines guten Gewinns weiter oder suchen nach noch mehr Spannung und Adrenalin.

Vermutlich sind es Fehlfunktionen im Gehirn, die dies letztendlich verursachen. Welche Funktionen dort nicht richtig arbeiten und so die Sucht fördern, kann sehr verschieden sein. Möglicherweise liegt es beim Ausschütten des Dopamins oder bei den Rezeptoren, aber es

kann auch am Endorphin liegen. Die Folge ist jedoch immer, dass bei einer solchen Fehlfunktion zwar das Verlangen immer wieder ausgelöst wird, aber es zu keiner wirklichen Befriedigung kommt.

Merkmale einer Spielsucht

Der Mensch spielt also immer weiter und verliert dabei vielleicht viel Geld oder aber er macht sogar große Gewinne. Dennoch hört er nicht auf, zu zocken, was bei einer richtigen Funktionsweise der Fall wäre. Schließlich würde sich dort auch die Vernunft einschalten und dafür sorgen, das Spielen im richtigen Moment zu beenden. Leidet man unter einer richtigen Spielsucht, ist das Verlangen nach einer Belohnung unnatürlich stark und ausgeprägt. Das bedeutet, dass auch ein Erfolg beim Spielen nicht dafür sorgen kann, dass dieses Verlangen gestillt wird. Das gewonnene Geld dient eher als Basis dafür, weiter zu spielen, um die Belohnung zu erzielen.

Allerdings ist man nicht direkt spielsüchtig, wenn man gerne öfter spielt. Regelmäßige Casinobesuche deuten noch nicht auf eine Sucht hin. Es gibt hier genaue Vorgaben, die zeigen, wann man von einer Sucht sprechen kann. Beim Spielen bedeutet dies, dass man in seinem Alltag schon stark durch das Spielen beeinflusst wird. Dreht sich im Leben wirklich alles nur noch um das Gambling und wird alles andere vernachlässigt, dann sollte man diese Alarmsignale für eine Abhängigkeit nicht übersehen, sondern sich Hilfe suchen.

Die Psychologie im Glücksspiel

Generell lässt sich feststellen, dass Glücksspiel dem menschlichen Drang entspricht, eine Belohnung zu erhalten. Die charakterlichen Züge beeinflussen dabei, ob man eine starke Neigung dazu hat oder nicht. Manche suchen die Spannung und die Aufregung, die das Glücksspiel bietet. Je nach den persönlichen Interessen neigen manche zum Glücksspiel und andere entscheiden sich vielleicht stattdessen für eine Extermsportart, die ihnen diesen Kick gibt. Allerdings kann man noch nicht von einer Sucht sprechen, wenn man gerne öfter spielt. Nur wenn eine Abhängigkeit zu bemerken ist und sich alles im Leben nach dem Spielen richtet und anderes vernachlässigt wird, ist eine Suchterkrankung zu befürchten.