Die Mehrheit der Deutschen unterstützt den Klimaschutz

65 % der Deutschen halten Umwelt- und Klimaschutz auch während der Covid-19-Pandemie für ein notwendiges Thema, für 16 % der Menschen ist der Klimaschutz seit Beginn der Pandemie sogar noch wichtiger. 

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lørdag d. 19. februar 2022 kl. 6:00

Die Resultate der Umfrage zum Umweltbewusstsein und –verhalten stammen von einer Represantiverhebung aus dem Jahr 2020, in der rund 2000 Personen befragt wurden.

Umwelt- und Klimaschutz weiterhin wichtig

Trotz der Covid-19-Pandemie beiden Umwelt- und Klimaschutz für die Deutschen weiterhin oberste Priorität (65 %). In Zusammenfassungen zu anderen Themen waren der Umwelt- und Klimaschutz sowie der Zustand der Bildungssysteme (78 %), der Zustand der Gesundheitssysteme (73 %), soziale Gerechtigkeit (66 %) und Curricula die wichtigsten Bereiche, sowie sind die Folgen der Covid-19-Pandemie (62 %).

Die Menschen stehen dem Zustand der Umwelt kritisch gegenüber

2020 schätzten 60 % der Befragten die Umweltqualität in Deutschland als sehr oder eher gut ein. Den Umweltzustand in ihrer eigenen Stadt, beziehungsweise Gemeinde, stuften 73 % als positiv ein. Allerdings bewerteten nur 11 % die Qualität der globalen Umwelt als gut, während 89 % sie als ziemlich schlecht einstuften.

Die Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes in anderen Politikbereichen

Eine Mehrheit sprach sich für eine stärkere Emphase von Umwelt und Klima in anderen Bereichen der Politik aus, vorwiegend in der Energiepolitik (70 %), der Agrarpolitik (59 %), der Stadtentwicklungspolitik/Stadt- und Regionalplanung (57 %) und der Verkehrspolitik (51 %). 

Kritische Einschätzung der Leistung relevanter Akteure

Während 2018 nur noch 14 % der Befragten überzeugt waren, dass der Bund beim Umwelt- und Klimaschutz „angemessen“ oder „ausreichend“ tue, stieg dieser Wert 2019 leicht an (18 %) und stieg 2020 weiter auf 26 %. Wenn es um den „Klimawandel“ geht, werden meist menschliche Handlungen als Hauptursache angesehen

Knapp 75 % der Befragten zeigen großes (27 %) oder ziemliches (47 %) Interesse am Klimawandel und Klimaschutz. Drei Viertel der Befragten glauben, dass menschliche Aktivitäten vollständig (14 %) oder hauptsächlich (63 %) die Ursache des Klimawandels sind. Etwa jeder Fünfte (19 %) glaubt, dass menschliches Verhalten ein ebenso wichtiger Teil der Ursache des Klimawandels ist. Nur sehr wenige Befragte glauben, dass der Klimawandel hauptsächlich auf natürliche Prozesse zurückzuführen ist (4 %) oder gar nicht existiert (1 %). 

Es besteht dringender Handlungsbedarf in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft

Die Meinung der meisten Befragten war, dass in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft wenig oder nicht genug getan wurde. Beispiele dafür sind „Verringerung von Verpackungsabfällen“ (93 %), „Gewährleistung von weniger Lebensmittelabfällen“ (89 %), „Stopp des Rückgangs der biologischen Vielfalt“ (86 %) und „Gewährleistung des Tierschutzes“ (85 %).

Es gibt nicht genügend Bemühungen, dass „tägliche Wege auf praktische und bequeme Weise ohne Auto zurückgelegt werden können.“ Auch „Treibhausgasemissionen aus Verkehr“ oder „Luftschadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub“ werden zu wenig reduziert.

Eines der Dinge, auf die viele Verbraucher in Bezug auf ihre Klimabilanz und eine nachhaltige Lebensweise besonders achten, sind Bio-Lebensmittel. Die seit langem steigende Nachfrage nach Bio- Lebensmitteln hat dazu geführt, dass Landwirte auf nachhaltige Landwirtschaft umgestellt und andere Lebensmittelhersteller ihre Produktion umgestellt haben.

Das Einsparen von Klima hängt auch davon ab, welche Art von Getränken wir trinken, wie sie kommerziell genutzt werden und von der Industrie, die sie herstellt. Wenn wir uns für mehr Bio-Getränke entscheiden, ist das gut für unseren Körper und das Klima. Die von uns konsumierten Speisen und Getränke haben massive Auswirkungen auf die Umwelt. Genau deshalb werden Bio-Produkte wie ein 100% biologisches Getränk wie „Bio Ingwer Shot“ konventionellen Produkten vorgezogen. Diese Art von Produkten ist beliebt, weil viele Deutsche möchten, dass ihre Speisen und Getränke aus natürlichen und sauberen Zutaten hergestellt werden. Darüber hinaus möchten sie, dass ihre Produkte so hergestellt werden, dass sie die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Auch deshalb entscheiden sich immer mehr Deutsche für eine vegetarische oder vegane Ernährung. Weil den Deutschen das Klima am Herzen liegt, achten sie darauf, was sie konsumieren. Das wird in Zukunft noch zunehmen. 

Die Studie zum deutschen Umweltbewusstsein feiert ihr 25. Jahr

Im Zweijahresrhythmus werden seit 1996 Daten zu Umwelteinstellungen und -verhalten erhoben und im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen betrachtet.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums hat das Umweltbundesamt im April 2021 das Hintergrundpapier „25 Jahre Umweltbewusstseinsforschung im Umweltressort“ herausgegeben, welche Entwicklungen in den Vordergrund rückt, sowie aktuelle Ergebnisse vorstellen. Es wurde beispielsweise festgestellt, dass das Umweltbewusstsein aktuell so hoch ist, wie zuletzt in den 80er-Jahren.