So haben Casinos in Notfällen geholfen

Casinos und Spielhallen als Retter in der Not? Das klingt doch eher ungewöhnlich, ja fast schon unglaubwürdig. Nicht immer jedoch sind Casinos und ihre Betreiber auch tatsächlich geldgierige Giganten, die sich allein für den eigenen Profit interessieren. Ja, auch Casinos können eine positive Seite haben und in Notfällen sogar helfen. Zugegebenermaßen sind Notfälle, die in Casinos auftreten, in der Regel große Geldverluste der Spieler. Der Anbieter ist dabei wohl eher der Ursprung als die Lösung des Problems.

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3. jun 2021, 7:39 d. 3. jun 2021, 7:39 kl. 3. jun 2021, 7:39

Nichtsdestotrotz, ein Blick auf die Fälle, in denen Casinos in Notfällen geholfen haben bzw. auch heute noch hilfsbereit zur Seite stehen, bietet für viele Spieler und Nicht-Spieler gleichermaßen einen interessanten Einblick in die oft in Vergessenheit geratenen Aspekte der Spieleindustrie. Egal, ob online oder offline, wir zeigen, wo Casinos durchaus auch mit guten Taten in Erscheinung treten.

Bonusangebote – sind das gute Taten eines Casinos?

Für den einen oder anderen Spieler, der gerade kein Geld für Casinobesuche zur Verfügung hat, können Bonusangebote durchaus wie Retter in der Not erscheinen, insbesondere, wenn sie ohne Einzahlung vergeben werden und dennoch das Spiel mit Echtgeld ermöglichen. Tatsächlich gibt es einen solchen Casino Bonus ohne Einzahlung inzwischen auf unzähligen Casinoportalen im Internet. Eine gute Übersicht über empfehlenswerte Angebote finden Sie beispielsweise auf https://onlinecasinomitstartguthaben.org/bonus-ohne-einzahlung. Doch sollten Sie sich wirklich sofort auf ein solches Angebot stürzen?

Bonusangebote scheinen wie altruistische Taten des Spieleanbieters. Was dahintersteckt, ist jedoch auch bei den besten und attraktivsten Bonusangeboten eine profitorientierte Motivation des Casinos. Am Ende sollen Boni dazu dienen, Spieler auf lange Sicht an die Plattform zu binden, zu späteren Einzahlungen zu bewegen und sie somit zu profitablen Kunden werden zu lassen.

Das bedeutet zwar keinesfalls, dass Bonusangebote an sich verwerflich sind oder dass sie Ihnen als Spieler einen Nachteil bringen, doch sollten Sie sich nicht täuschen lassen. Ein Bonus ist keine gute Tat des Casinos, sondern eine Situation des Gebens und Nehmens zwischen Anbieter und Kunde. Sie als Hilfe im Notfall zu bezeichnen, würde wohl ein wenig zu weit gehen.

Casinos als Hilfe in wirtschaftliche Krisen

Eine wesentlich signifikantere Wirkung in Krisen und Notfällen hingegen kann die Casinoindustrie als Ganzes ausüben. Da jede Spielhalle Teil dieses Ganzen ist, ist auch jede einzelne von ihnen in gewissem Maße in Situationen wirtschaftlicher Krisen ein Helfer in der Not. Um den Schluss von der Wirtschaftskrise zu Casinos als helfende Hand zu ziehen, bedarf es allerdings einiger Erklärung.

Casinos generieren Arbeitsplätze, sie sind Unternehmen, die Steuern an den Staat abführen, sie bieten Mitarbeitern Chancen und Perspektiven – eine ganze Reihe an wirtschaftlichen Faktoren, die von Casinos beeinflusst werden. Dies gilt dabei vor allem für landbasierte Spielhallen, die zu Tourismus und einer Steigerung der lokalen Wirtschaftskraft führen können. Las Vegas oder auch die chinesische Casinometropole Macau dienen hier als Paradebeispiele.

Doch können Casinos auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten helfen, eine positive Wende anzustoßen oder sie zumindest zu unterstützen? Eine Frage, mit der sich Wissenschaftler und Forscher bereits ausgiebig befasst haben. Eine interessante Studie aus den USA vergleicht Staaten mit und ohne Casinos und deren Wirtschaftswachstum über einen kurz- und langfristigen Zeitraum (drei bzw. zehn Jahre) und zeigt, dass ein positiver, wenn auch geringer, Einfluss von Casinos auf das Wirtschaftswachstum des jeweiligen Bundesstaates vorhanden ist. Dennoch bleibt eine Frage bestehen: Kann dieses Plus an Wirtschaftskraft die negativen sozialen Effekte, die Kosten und Risiken der Glücksspielindustrie wieder wettmachen?

Ein aktueller Notfall: die Corona-Krise

Ein tatsächlicher Notfall, der nicht nur die Casinoindustrie, sondern wahrlich die ganze Welt betrifft, ist die Covid-19 Pandemie. Sie versetzt die Menschen seit Monaten in Angst und Schrecken und hat bereits unzählige Tote gefordert hat. Doch sie sind längst nicht der einzige Schaden, der aus dieser globalen Krise entstanden ist. Mindestens ebenso signifikant sind die negativen Effekte und Einflüsse auf die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit und das gesamte soziale System.

Negative Effekte, die in Deutschland und anderen zentraleuropäischen Ländern, in denen staatliche Hilfe und Förderung weit über den weltweiten Durchschnitt liegen, schnell vergessen werden könnten. Kurzarbeit, Hilfsgelder, Kündigungsschutz – Dinge, die wir beinahe schon als selbstverständlich betrachten. In vielen Ländern sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Wir sprechen dabei übrigens keineswegs nur von Entwicklungsländern, die mit den wohl schlimmsten Problemen und deren Folgen zu kämpfen haben. Ein Blick hinüber über den großen Ozean zu unseren US-amerikanischen Nachbarn genügt, um zu zeigen, wie katastrophal Corona-Nachwirkungen aussehen können.

Nevada am Rande der Verzweiflung

Der US-Bundesstaat Nevada, Heimat von Las Vegas, der wohl bekanntesten Spielemetropole der Welt, wurde von der Pandemie besonders stark getroffen. Nach steigenden Infektionszahlen wurden in Nevada bereits im Herbst letzten Jahres die Türen der Casinos geschlossen, und zwar auf unbestimmte Zeit. Das Bild, das sich in Las Vegas bietet, hat man zuvor noch nie gesehen. Menschenleere Straßen, einsam blinkende Neonschilder, kalter Zigarettenrauch, Erinnerungen an belebtere Zeiten.

Was dahinter steht, sieht man auf den Straßen von Las Vegas allerdings nicht: tausende Menschen, die von heute auf morgen ohne Arbeit dastehen, ohne Einkommen und häufig auch ohne jegliche soziale Absicherung. Die Bürgermeisterin versuchte, sich mit den inzwischen bekannten Worten „Das hier ist nicht China, das ist Las Vegas“ gegen die staatlich angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu wehren. Ein erfolgloser Versuch.

Doch auch in einer so harten Krise, in diesem wahrhaften Notfall, gibt es Casinos, die helfen. Spielepaläste, die versuchen, ihre Angestellten zu behalten, sie weiterhin bezahlen und unterstützen und für diese Menschen als wahre Retter in der Not zu Hilfe eilen, anstatt den eigenen Profit in den Vordergrund zu stellen. Nicht jedes Casino kann und will sich das erlauben. Diejenigen, die es dennoch tun, sind tatsächlich etwas ganz Besonders: das Las Vegas Sands Casino oder die Wynn Resorts, um einige der prominentesten Beispiele zu nennen.

Casinos – Notfallretter oder Notfallverursacher?

Ja, Casinos sind eigennützige Unternehmen, die auf Gewinn aus sind und deren Handlungen nicht immer ethisch korrekt sind. Doch nicht jede Firma, die Glücksspiel anbietet und unterstützt, gehört auch automatisch zu den schwarzen Schafen der Industrie. Nicht jeder Effekt, den die Branche mit sich bringt, ist negativ. Die Vergleichsstudien bezüglich der Wirtschaft von Staaten mit und ohne Casinos konnten das bereits belegen.

Nicht jeder Effekt ist allerdings auch positiv. Einzelschicksale, Glücksspielsucht sowie negative gesellschaftliche und soziale Folgen gibt es ebenfalls. Wie bei jeder Thematik gilt also auch hier: Die Antwort liegt nicht in den Extremen der Notfallverursacher oder Notfallretter, sondern je nach Casino, Land und Begebenheit irgendwo im Bereich der goldenen Mitte.