Ausbildungszahlen steigen leicht an

Zum Ausbildungsstart am 1. August haben in Schleswig-Holstein mehr Azubis als in 2021 eine Ausbildung begonnen. 

Mehr junge Schleswig-Holsteiner haben dieses Jahr eine duale Ausbildung begonnen. Archivfoto:
Mehr junge Schleswig-Holsteiner haben dieses Jahr eine duale Ausbildung begonnen. Archivfoto: Sebastian Iwersen

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inga@fla.de

fredag d. 2. september 2022 kl. 21:31

Flensburg. Die Talsohle auf dem Ausbildungsmarkt scheint durchschritten: Zum Ausbildungsstart am 1. August haben sich wieder mehr junge Menschen in Schleswig-Holstein für eine duale Ausbildung entschieden. Insgesamt haben die IHKs in Flensburg, Kiel und Lübeck 7.220 neue Ausbildungsverträge aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen eingetragen. Verglichen mit 2021 ergibt das ein leichtes Plus von 115 Verträgen bzw. 1,6 Prozent.

“Dass sich die Ausbildungszahlen stabilisieren, ist eine Entwicklung, die uns Mut macht. Wir sind zuversichtlich, dass in den Sommermonaten landesweit noch weitere Ausbildungsverträge hinzukommen. Denn der beste Weg für jedes Unternehmen, dem Fachkräftemangel zu begegnen, bleibt die Ausbildung im eigenen Betrieb”, sagt Hagen Goldbeck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein. Auch die Wirtschaft selbst müsse den Schülerinnen und Schülern jetzt noch deutlicher aufzeigen, welche Chancen eine Ausbildung für den Karriereweg bedeuten könnten, ergänzt der Präsident.

Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften ließe sich den dringlichen Problemen begegnen – von der Energie-Krise über den Klimawandel bis hin zum demografischen Wandel. Die Branchen, die am stärksten Fachleute suchten, seien zum Beispiel Industrieunternehmen wie der Maschinenbau, die Informationstechnologie oder die Gastwirtschaft und das Handwerk. 

Für Schulabgänger lohne es sich, genau hinzuschauen, wo die eigenen Interessen auf größtmögliche Chancen treffen. Die anschießende Weiterbildung werde vom Staat mit bis zu 15.000 Euro über das Aufstiegsbafög gefördert – und das unabhängig vom eigenen Einkommen und vom Einkommen der Eltern.

Informationen darüber, wo es derzeit noch freie Ausbildungsplätze gibt, findet man auf www.ihk-lehrstellenboerse.de.