Erstmals werden einige Punsch- und Verzehrbuden bis Mitte Januar geöffnet haben. Punschen zu Silvester mit Open End.
tirsdag, 24. nov 2009
FLENSBURG. Ein Herzenswunsch vieler Flensburger dürfte in diesem Jahr in Erfüllung gehen: Die Flensburger Punschmeile wird zum ersten Mal bis in den Januar verlängert. Alle, die in der hektischen Vorweihnachtszeit keine Zeit finden, ein Getränk oder eine Speise in der Budenstadt der Fußgängerzone zu genießen, bekommen in diesem Winter noch mehr Gelegenheit dazu.
»Der Wunsch, einige Buden länger stehen zu lassen, wurde von den Standbetreibern an uns herangetragen«, sagt Finn Jensen, Projektleiter bei der Flensburg Fjord Tourismus, die für die Organisation des Flensburger Weihnachtsmarktes zuständig ist.
Flensburg sei damit dem Beispiel anderer Städte gefolgt, bei denen eine Verlängerung der Weihnachtsstände schon guten Erfolg gezeigt habe.
Dabei wird der Weihnachtsmarkt wie sonst auch offiziell am 23. Dezember, dem Tag vor Heiligabend, abgebaut. »Der Südermarkt wird dann geräumt«, sagt Finn Jensen.
Reiner Verzehr
Mindestens 15 Buden im Holm und in der Großen Straße werden aber stehen bleiben und nach einer Pause über Weihnachten ab Montag, dem 28. Dezember, noch einmal für drei Wochen öffnen. »Sachartikel und Kunsthandwerk sind dann nicht mehr vertreten. Es handelt sich nur um Verzehrstände«, sagt Finn Jensen. Nach jetziger Planung sind auch vier Punschbuden darunter.
»Allen entsprechenden Standbetreibern wurde die Teilnahme am Neujahrsmarkt angeboten. Wir rechnen damit, dass sich ab etwa dem Nikolaustag noch weitere Interessenten melden«, sagt Finn Jensen.
Der Projektleiter freut sich darüber, dass das Ordnungsamt der Verlängerung positiv gegenüber stand. Erstmals wird es so auch möglich werden, draußen bei einem Punsch mit oder ohne »Schuss« den Jahreswechsel zu begehen. »Die Innenstadt ist zu Silvester ohnehin voll. Diesmal kann man sich dann gesellig zusammenstellen und Punsch trinken«, sagt Finn Jensen.
Silvester werden die Stände wie üblich um 10 Uhr öffnen und in der Nacht so lange geöffnet haben »wie sie wollen«, so Jensen.
Innenstadt stärken
Die Stände würden oft von örtlichen Gastronomen betrieben, die sich auf diese Weise in einer generell flauen Zeit am Anfang des Jahres noch etwas hinzuverdienen könnten, erklärt der Organisator. »Die Einkaufsstraße hat in dieser Zeit nicht so viel zu bieten. Wir wollen damit einen Mehrwert schaffen«, sagt Finn Jensen.
Dieser »erste Versuch« endet am Sonnabend, dem 16. Januar, und soll später ausgewertet werden. Vorstellbar sei, so Jensen, dass sich ein »Neujahrsmarkt« fest etabliert, möglicherweise sogar bis Ende Januar.